Montag, 14. April 2003

Karner neuer Landesgeschäftsführer der VP-NÖ

  • Pressesprecher von Innenminister Strasser folgt der designierten Landesrätin Mikl-Leitner nach

Gerhard Karner wird neuer Landesgeschäftsführer der NÖ Volkspartei. Das hat Landeshauptmann Erwin Pröll (V) am Montag bekannt gegeben. Der Pressesprecher von Innenminister Ernst Strasser (V) folgt als Landesparteimanager Abg. Johanna Mikl-Leitner nach, die den bei der NÖ Landtagswahl am 30. März von der ÖVP dazu gewonnenen - sechsten - Sitz in der Landesregierung besetzen wird.

Der 36-Jährige aus Texing im Bezirk Melk war bereits als Pressereferent der VP-NÖ tätig. Mit der Bestellung des damaligen VP-NÖ-Klubobmannes Strasser zum Innenminister im Februar 2000 wurde Karner dessen Pressesprecher.

Pröll: "Intimkenner" der VP-NÖ
Gerhard Karner entspreche in seiner gesamten Persönlichkeit dem Anforderungsprofil für diesen Managementposten bei der VP-NÖ, begründete Landeshauptmann Erwin Pröll (V) die Entscheidung. Die "Latte liegt hoch, die Arbeit bleibt hart - aber das Team ist perfekt", meinte der neue Landesgeschäftsführer Karner selbst. Die "Amtsübergabe" erfolgt am Mittwoch kommender Woche. Karner wird auch ein Mandat im NÖ Landtag übernehmen.

Pröll verwies darauf, dass Karner ein "Intimkenner" der Landesparteiorganisation sei, in der er bereits von 1996 bis 2000 tätig war. Durch die Funktion als Pressesprecher von Innenminister Ernst Strasser (V) sei Karner auch auf bundespolitischer Ebene erfahren und nicht zuletzt ein Organisations- und Kommunikationstalent mit Durchsetzungsfähigkeit nach innen und außen.

Eigenständiges Profil soll weiterentwickelt werden
Die Volkspartei Niederösterreich ist nach den Worten Prölls eine der modernsten und schlagkräftigsten Parteiorganisationen in Österreich. Besonderes Markenzeichen seien die Offenheit und Bürgernähe. Es gelte, das eigenständige Profil weiter zu entwickeln. Die VP-NÖ habe bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie nicht willens sei, am Gängelband geführt zu werden. Gleichzeitig sei selbstverständlich eine Akkordanz mit der Bundespolitik notwendig.

Pröll betonte, dass unmittelbar nach der Landtagswahl am 30. März einerseits die personelle Weichenstellung eingeleitet worden sei. Andererseits wurde innerhalb von neun Tagen die Zusammenarbeit mit der SP-NÖ festgelegt, um die politischen Kräfte im Hinblick auf die künftigen Herausforderungen für das Land zu bündeln.

Zu Spekulationen, dass der Rückkehr Karners auf die landespolitische Ebene auch jene seines bisherigen "Chefs" Ernst Strasser folgen könnte - nämlich im Falle einer Präsidentschaftskandidatur Prölls, erklärte der Landeshauptmann: "Es steht nicht zur Diskussion, dass eine Lücke zu schließen sein wird."

14.4.2003 10:34