Assistenzsoldaten im Burgenland im Einsatz überfallen
- Täter fesselten Rekruten und erbeuteten Gewehre & Munition

Schwer bewaffnet und doch überfallen und ausgeraubt: Die beiden steirischen Grundwehrdiener, die in der Nacht auf Montag bei Andau (Bezirk Neusiedl am See) im Assistenzeinsatz von unbekannten Tätern beraubt worden sind, wurden offenbar Opfer eines geplanten Überfalls. Das ergab ein Lokalaugenschein am Tatort. Die Beute der Räuber: Zwei Sturmgewehr und 60 Schuss Munition sowie einem Nachtsichtfernglas und einem Handfunksprechgerät.
Die 19-jährigen Rekruten aus der Steiermark versahen seit Anfang März im Nordburgenland Dienst an der Grenze. Ihre Ablöse war für den 24. April geplant. Gegen 1.30 Uhr wurden die beiden Soldaten, die zur Überwachung eines Grenzabschnitts zu Ungarn eingesetzt waren, von zwei maskierten Räubern, die sich von österreichischem Gebiet näherten, überrumpelt.
Räuber fesselten die beiden Rekruten
Die Täter, die bei dem Überfall Deutsch sprachen, fesselten die Rekruten und sperrten sie in eine Postenhütte. Anschließend machten sie sich mit ihrer Beute - zwei StG 77 und 60 Schuss Munition sowie einem Nachtsichtfernglas und einem Handfunksprechgerät - aus dem Staub. Den Soldaten gelang es, sich selbst zu befreien. Sie alarmierten per Handy ihre Kameraden. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung durch die Exekutive verlief erfolglos. Von den Tätern und der Beute fehlt weiterhin jede Spur.
Beim Militärkommando Burgenland, das für die Durchführung des Assistenzeinsatzes zuständig ist, reagierte man auf den Vorfall mit einer Verstärkung der Grenzposten: Künftig sollen die einzelnen Trupps statt aus bisher zwei aus drei Mann bestehen.
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