Weniger Fusionen und Übernahmen in IT-Branche
- Halb so viele Deals wie im Jahr 2001
- Britische Unternehmen waren am aktivsten
·Steiler Anstieg
Chipumsatz stark gestiegen
In der europäischen Informationstechnologie-Branche ist es 2002 zu deutlich weniger Fusionen und Übernahmen gekommen. Die Zahl brach im Jahresvergleich um fast die Hälfte auf 949 ein.
Das ergab eine veröffentlichte Studie der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Die Zahl der Transaktionen, an denen deutsche Unternehmen beteiligt waren (159), sank sogar noch etwas stärker. Der aktivste Bereiche war der Software-Sektor mit 375 Zusammenschlüssen und Übernahmen, die wenigsten gab es im Hardware-Bereich (77).
Immer weniger wollen nach Amerika
Britische IT-Unternehmen blieben mit 266 Transaktionen die fleißigsten Käufer und Verkäufer in Europa. Das Interesse amerikanischer Investoren in Europa ging deutlich weniger stark zurück (minus 22 Prozent) als die Zahl der europäischen Unternehmen, die in Amerika investierten (minus 60 Prozent).
"Immer weniger europäische IT-Unternehmen wagen sich noch in die Vereinigten Staaten. Sie scheuen das Risiko und bleiben lieber auf ihren heimischen, zumeist nationalen Märkten", sagte Ernst & Young-Experte Carsten Risch. Gerade die deutschen Unternehmen hätten Schwierigkeiten mit der Finanzierung von Akquisitionen.
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