Hoher Gewinndruck für neuen Palmers-Vorstand
- Ertragssteigerung auf 8 bis 10% des Umsatzes in drei Jahren
- 20 neue Gazelle-Standorte gepant
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat der neue Vorstand der Palmers Textil AG - bestehend aus Finanzchef Walter Wölfler und Marketingchef Joachim Knehs - hohe Gewinnanforderungen zu erfüllen.
"In drei Jahren", kündigt Finanzchef Wölfler im Gespräch mit profil an, "wollen wir den Ertrag auf acht bis zehn Prozent des Umsatzes steigern." Bisher lag der Gewinn bei zwei bis drei Prozent, und das bei einem Umsatz, der im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,5 Prozent auf 160 Millionen Euro geschrumpft ist.
Ein neues Konzept, das Knehs bereits vor zwei Jahren umsetzen wollte, beim damaligen Chef Rudolf Humer allerdings damit abblitzte, sieht nun binnen eines Jahres einen völlig neuen Marktauftritt mit geändertem Ladendesign vor. Allein das markante Palmers-Grün bleibt. "Aber dezenter", wie Knehs versichert. Außerdem will Palmers künftig jüngeres Publikum anlocken. Knehs: "Wir gehen verstärkt in den preisgünstigeren Bereich." Den Neuauftritt lässt sich Palmers in den kommenden drei Jahren 20 Millionen Euro kosten.
In Deutschland, wo erhebliche Anlaufverluste angefallen sind, wird die Palmers-Ladenkette, bestehend aus 45 Geschäften, vermutlich halbiert. In Österreich werden etliche der 130 konzerneigenen Palmersfilialen geschlossen. Sie sind zu klein.
Gazelle hingegen, vor vier Jahren als marode Konkurrenzkette übernommen, wird von 60 auf 80 Filialen erweitert. "Zwei bis drei neue kommen pro Jahr dazu", so Wölfler. Für die Jugendlinie p2, die mit zehn Filialen ihr Auslangen findet, werden Vertriebsschienen im Ausland gesucht.
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