SAS: Weniger Jobs und Geld, mehr Arbeit
- Weitere 4.000 Stellen werden abgebaut

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS (Scandinavian Airlines Systems) hat am Donnerstag die Streichung von 4.000 Stellen und weitere massive Sparmaßnahmen gegen immer bedrohlichere Verluste und sinkende Passagierzahlen angekündigt.
Nach einer Aufsichtsratssitzung des gemeinsam in Dänemark, Norwegen und Schweden betriebenen Unternehmens kündigte Konzernchef Jörgen Lindegaard in Stockholm einen Lohnstopp für die nächsten zwei Jahre sowie einschneidende Veränderungen der Arbeitsbedingungen zur Erhöhung der Produktivität an.
So müssen die 2.000 SAS-Piloten künftig 45 statt 42 Stunden pro Woche arbeiten, sie erhalten weniger Freitage und können zu täglich 12 bis 14 Stunden Arbeitszeit statt bisher 10,5 Stunden verpflichtet werden. Auch beim Kabinenpersonal werde auf den Flügen eingespart.
Inoffiziell hatten Spitzenmanager des mit der Lufthansa in der Star Alliance kooperierenden Unternehmens in den letzten Wochen in Medien geäußert, dass ohne einschneidende Maßnahmen das Überleben von SAS als selbstständiges Flugunternehmen akut gefährdet sei. Die Gesamtkosten sollen mit dem Gesamt-Sparpaket um 30 Prozent gesenkt werden. Im letzten Jahr hatte SAS bereits in mehreren Schritten 7500 von vorher 50.000 Stellen gestrichen.
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