AUA-Gruppe bekräftigt Turnaround 2002
- Rekordauslastung von 70,5 Prozent
- AUA-Sparkurs: 150 Kündigungen angemeldet (Kasten)
·AUA-Sparkurs
150 Kündigungen angemeldet
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Top-Noten für die Austrian Airlines!
·Beste Airline!
Wahl: AUA-Gruppe ist Europas Nr. 1
Die börsenotierte Austrian Airlines-Gruppe (AUA) hat im Geschäftsjahr 2002 wie geplant den Turnaround geschafft. Am heutigen Donnerstag bestätigte das Unternehmen die bereits im Februar veröffentlichten Ziffern bis auf minimale Abweichungen.
"Auf Grund der nicht einschätzbaren Dauer und Auswirkungen des Irak-Konfliktes und des SARS-Problems" könne zum jetzigen Zeitpunkt noch "keine abgesicherte Prognose" für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2003 abgegeben werden, heißt es in der Ad-hoc-Meldung. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien derzeit "sehr schwierig". Das ursprüngliche Ziel von 5 Prozent Kostensenkung im Gesamtjahr wurde in der Vorwoche verschärft, in drei Monaten sollen weitere 10 Prozent eingespart werden. In Summe entspricht das einer Kosteneinsparung von 60 Mio. Euro. Wegen der Nachfragerückgänge hat die Gruppe die Zahl ihrer Flüge ausgedünnt, im April werden rund 1.200 Flüge weniger durchgeführt als geplant.
Der Betriebserfolg EBIT verbesserte sich 2002 von minus 88,9 Mio. Euro im Jahr 2001 um 130,3 Mio. Euro auf 41,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Mieten (EBITDAR) stieg auf 463,2 (2001: 219,6) Mio. Euro und hat sich damit mehr als verdoppelt. Das Ergebnis vor Steuern drehte von minus 164,1 Mio. Euro auf positive 4,2 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse lagen mit 2,2 Mrd. Euro wie erwartet um 5,2 Prozent über dem Wert des Jahres 2001.
Der operative Cash-flow lag mit 520,9 Mio. Euro wesentlich über dem Vergleichswert von 49,1 Mio. Euro. Das Cash Value Added (CVA) wurde mit 114,3 Mio. Euro angegeben. Der Return on Total Gross Assets (ROTGA) weist eine Steigerung von 5,2 auf 7,7 Prozent aus.
Die traditionell hohen verzinslichen Verbindlichkeiten wurden dank eines massiven Sanierungsprogrammes zwar um 433 Mio. Euro oder 16 Prozent zurückgefahren, liegen mit 2,272 Mrd. Euro aber immer noch immer auf vergleichsweise hohem Niveau. Der im "Net Gearing" ausgedrückte Verschuldungsgrad sank von 337,9 auf 290,4 Prozent, die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 14,6 (nach 12,7) Prozent.
Mit 70,5 Prozent Passagierauslastung im Jahr 2002 meldet die Gruppe aus AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways einen Rekordwert und eine Steigerung um 1,9 Prozentpunkte. Erstmals in der Geschichte sei die Auslastung über 70 Prozent gelegen. Bei einer Ausweitung der angebotenen Sitzkilometer um lediglich 2,7 Prozent konnte die Beförderungsleistung (in Passagierkilometer) um 6,3 Prozent gesteigert werden.
"Die Austrian Airlines Group hat sich nach der allgemeinen Krise der internationalen Luftfahrt stärker positioniert und das Berichtsjahr gezielt für eine vollkommene strategische, strukturelle und kulturelle Neuorientierung genutzt", teilte Vorstandsvorsitzender Vagn Sörensen mit. Das Unternehmen setze sich weiter für eine nachhaltige Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals ein.
Per 31. Dezember 2002 beschäftigte die Austrian Airlines-Gruppe insgesamt 7.271 Personen, um 4,6 Prozent weniger als ein Jahr davor. Im Rahmen eines Personalabbau-Programms hat sich das Unternehmen seit August 2001 planmäßig von 1.003 Personen getrennt. Vor wenigen Tagen wurden beim Arbeitsmarktservice AMS vorsorglich bis zu 150 Stellen bei der AUA selbst zur Kündigung angemeldet. Davon könnten bis zu 50 Piloten betroffen sein, die Töchter Lauda und Tyrolean sind davon ausgenommen.
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