Dienstag, 8. April 2003

Für CL-Semifinale zeichnen sich zwei Knüller ab

  • Real gegen Barca und Milan gegen Inter scheint möglich
  • PLUS: Alle Informationen zur Champions League 2002/03!

Das Duell der Fußball-Großmächte Italien und Spanien im Viertelfinale der Fußball-Champions-League blieb am Mittwoch ohne eindeutigen Sieger, doch für die Vorschlussrunde zeichnen sich schon jetzt zwei Knüller ab. Durch das 1:1 zwischen Juventus und FC Barcelona sowie den 1:0-Heimsieg von Inter Mailand über FC Valencia könnten die Paarungen im Semifinale Real Madrid (am Dienstag daheim 3:1 über Manchester) - Barca sowie Inter - AC Milan (0:0 in Amsterdam) lauten.

Barcelona bleibt eine Sphinx. In der Primera Division mit 24 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Real aussichtslos zurück, demonstrieren die Katalanen in Europas Eliteliga weiter ihre Ausnahmestellung. "Wenn das das Glück der Meister ist, dann sei es willkommen", sagte Trainer Radomir Antic, nachdem Saviola die Juventus-Führung durch Montero zum Wunsch-Resultat für Barcelona ausgeglichen hatte. Auch das 15. CL-Spiel inklusive Qualifikation überstand Barca ungeschlagen. "Im Nou Camp mit 120.000 Zuschauern auf den Rängen wird selbst das Publikum ein Tor schießen", versprach der Serbe der "alten Dame" für das Rückspiel einen heißen Tanz.

Spaniens Presse ließ kein gutes Haar an der Vorstellung des italienischen Rekordmeisters. "Gibt es etwas Schlimmeres, als Juve spielen zu sehen? Wenn eine italienische Mannschaft 1:0 führt, fühlt sie sich bereits so wohl wie die Schweine im Dreck. Für sie gibt es nichts Schöneres: 1:0 und dann spekulieren", kritisierte "Marca". "Mit diesem Remis kann ich mich nicht abfinden. Bei allem Respekt für Barcelona, aber das ist kein faires Ergebnis", ärgerte sich Juve-Trainer Marcello Lippi.

Inter mit "Catenaccio" gegen Valencia
Ein ähnliches "Catenaccio" wie die Turnier legte auch Inter nach der Führung durch Vieri an den Tag, allerdings brachten die Mailänder ihren Vorsprung gegen Valencia ohne große Mühe über die Zeit. "Es ist noch alles offen, aber ich habe ein gutes Gefühl, dass wir den Aufstieg schaffen", freute sich Inter-Trainer Hector Cuper nach dem Sieg über seinen Ex-Klub, mit dem er zwei Mal (2000, 2001) das Champions-League-Finale erreicht hatte.

Valencia-Coach Rafael Benitez haderte mit der Defensiv-Taktik der Italiener. "Das Problem war, dass sie ein frühes Tor geschossen haben und dann so spielen konnten, wie sie wollten: Verteidigen und auf Konter lauern. Ich habe ein bisschen mehr von Inter erwartet, aber wir waren auch nicht mehr in der Lage, das Spiel zu drehen", meinte Benitez.

8.4.2003 13:40