Freitag, 11. April 2003

Wiener Austria ist auf die Siegerstraße zurückgekehrt

  • Daum: "Kämpferisch und läuferisch geht es aufwärts"
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Eine Woche nach der peinlichen 0:2-Heimniederlage gegen Admira Wacker Mödling haben sich in den Reihen des designierten österreichischen Fußball-Meisters Austria Wien die Wogen wieder geglättet. Dem am Dienstag geschafften Aufstieg ins Cup-Halbfinale (1:0 gegen Sturm Graz) folgte nun am Sonntag zum Abschluss der 28. T-Mobile-Bundesliga-Runde ein (glanzloses) 2:1 in der Südstadt. Auch Startrainer Christoph Daum durfte nach der geglückten Revanche durchatmen: "Kämpferisch und läuferisch geht es klar aufwärts, spielerisch müssen wir aber noch zulegen."

Obwohl bei den "Veilchen" Kampf, Krampf und Nervenflattern Triumph waren, durften sie sich als "doppelter" Sieger der Runde fühlen. Denn auf Grund der Niederlage der Paschinger gegen den GAK wurde nämlich der Vorsprung in der Tabelle von 13 auf 14 Zähler ausgebaut. Acht Runden sind noch zu absolvieren, am Mittwoch steht nach zwei Heimniederlagen in Folge gegen SV Ried (19.30 Uhr, Horr-Stadion) der nächste Teil der Wiedergutmachung auf der Austria-Tagesordnung. Daum weiß, gegen was es anzukämpfen gilt: "Bei 14 Punkten Vorsprung schleicht sich leider manchmal automatisch die Nachlässigkeit ein."

Schütze Wagner sah "rot"
Austria-Kapitän Michael Wagner war zwar am Sonntag nur zwölf Minuten im Einsatz, sorgte aber in diesen für reichlich Gesprächsstoff. Zunächst erzielte der 27-Jährige den 1:0-Führungstreffer (10.), ehe er unmittelbar danach wegen eines Gerangels und Wortgefechten mit seinem Ex-Klubkollegen Adam Ledwon ausgeschlossen wurde (12.). "Eine sehr, sehr harte Entscheidung. Unser Spieler hat sich lediglich geschützt", urteilte Daum nach Doppel-Rot durch Referee Falb, der seine Karten-Spiele (zwei Mal Rot und sieben Mal Gelb) aber verteidigte: "Die Spieler haben einander beschimpft und gegen Brust und Hals gestoßen."

Massive Kritik am Schiri
Auch Admira-Trainer Raschid Rachimow, der am Sonntag sechs Ex-Violette zum Einsatz brachte, ließ kein gutes Haar am Unparteiischen aus dem Burgenland. Anstoß des Ärgers war beim Ex-Austria-Kicker der durch Janocko zum 2:0 verwandelte Elfmeter (71.). Troyansky, bis August 2002 bei der Austria unter Vertrag, brachte Scharner im Strafraum zu Fall und der folgende Pfiff teilte die Trainer-Meinungen.

Rachimow auf Tribüne verwiesen
"Sicher kein Elfmeter", war sich Rachimow sicher, der derartig emotional wurde, dass er von Falb auf die Tribüne verbannt wurde. Daum sah es logischerweise anders: "Ein glasklarer Elfer", so der Deutsche, der bei seinen Mannen den vorhandenen "unbedingten Siegeswillen" hervor strich. Die Schluss-Pointe in der Schiri-Diskussion lieferte Rachimow: "Die einzigen, die das Stadion heute ohne Gelbe Karte verlassen haben, waren die Zuschauer."

11.4.2003 14:25