Edlinger fordert "Kampfgeist bis zum Äußersten"
- Rapid-Boss stellt Kickern die Rute ins Fenster
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Angesichts des schlechten Frühjahrsstarts des österreichischen Fußball-Rekordmeisters Rapid Wien hat Präsident Rudolf Edlinger seine Kicker aufgefordert, sich alter Vereins-Tugenden zu besinnen. "Wir laufen Gefahr, den Anschluss an jene Tabellenplätze zu verlieren, die uns einen internationalen Startplatz für die kommende Saison sichern würden. Dem müssen wir entgegen arbeiten, vor allem die Spieler. Ich erwarte mir eine hundertprozentige Einstellung und Kampfgeist bis zum Äußersten und bis zur letzten Sekunde", erklärte der ehemalige Finanzminister.
Edlinger beschwört nach sechs Punkten und nur zwei erzielten Toren in den sechs Frühjahrspartien den viel zitierten "Rapid-Geist". "Das hat Rapid immer ausgemacht, wenn diese Eigenschaften gelebt werden, ist ein wichtiger Schritt nach vorne getan. In den vergangenen Spielen - das Derby und das Match gegen Sturm ausgenommen - hatte ich nicht den Eindruck, dass alle ihr Letztes geben", vermutet der Rapid-Boss und stellt seinen Spielern die Rute ins Fenster. "Es wäre nicht angebracht, Namen zu nennen, aber eines ist gewiss: Fußballer, die nicht in jedem Match hundert Prozent und mehr für ihren Klub und die Fans geben, haben in Hütteldorf keine Zukunft. Auch wenn Spieler noch einen längerfristigen Vertrag haben, werden wir eine Lösung finden."
Lobende Worte fand Edlinger hingegen für Trainer Josef Hickersberger, dessen laufender Vertrag bis 2004 eingehalten wird. "Unsere Kicker sollten sich ein Vorbild an ihrem Trainer nehmen. Er arbeitet nämlich so, wie es sich für einen echten Rapidler gehört: Mit vollem Einsatz und rund um die Uhr für das Wohl seines Vereins."
