Stohl in Neuseeland Neunter und "Hit des Tages"
- Grönholm vor Märtin, aber Stohl Sensation des ersten Tages
- PLUS: Alle Details zur Neuseeland-Rallye!
Weltmeister und Vorjahressieger Marcus Grönholm (Peugeot) führt nach dem ersten Tag der Neuseeland-Rallye klar vor dem Esten Markko Märtin im neuen Ford Focus, die Sensation des Auftaktes zum vierten WM-Saisonlauf war aber der Österreicher Manfred Stohl. Obwohl er einige Male Wetterpech hatte, rangiert der Wiener am Freitag als bester Privatpilot mit seinem Peugeot 206 WRC auf Platz neun. Der angepeilte Top-Ten-Platz ist damit keine Illusion mehr.
Stohl zeigte damit trotz des ständig wechselnden Wetters gleich am ersten Tag, warum der WM-Lauf auf der neuseeländischen Nordinsel seine Lieblingsrallye ist. Gleich auf der SP eins sorgte er mit der sechstbesten Zeit für einen Paukenschlag, alle sechs "trockenen" Sonderprüfungen beendete er in den Top-Acht. Nur in den verregneten Sonderprüfungen zwei (12.), fünf (11.) und sieben (16.) blieb er außerhalb der Top-Ten.
Stohl hoch zufrieden
Das ergab am Ende Platz neun mit 2:01 Minuten Rückstand auf Grönholm, aber nur 13,8 Sekunden auf den unmittelbar vor ihm liegenden Doppel-Weltmeister Carlos Sainz (Citroen). Der französische Skoda-Werksfahrer Didier Auriol liegt sogar elf Sekunden hinter ihm. "Ich bin hoch zufrieden, es passt alles hervorragend. Sowohl Platz als auch Zeitrückstand sind in Ordnung", strahlte Stohl nach neun der insgesamt 22 Schotterprüfungen rund um Auckland.
"Hit of the day"
Sogar noch mehr wäre möglich gewesen, aber zwei Mal geriet der Wiener in einen Wolkenbruch und auch in der SP fünf wurde er mit seinen harten Reifen vom rutschigen Boden gebremst. Kein Wunder, dass man den Privatfahrer aus Österreich im neuseeländischen Radio als "Hit of the day" feierte. "Ich habe von Anfang an einen guten Rhythmus gefunden und konnte deshalb mit den Werksteams mithalten", so Stohl.
Leistung stabilisieren
Damit geht der Österreicher am Samstag wie erhofft direkt hinter Grönholm (Die Top-15 Werksfahrer werden umgedreht) in den zweiten Tag, der mit der "Monsteretappe" über 59 Kilometer beginnt. "Der Regen hat mich einige Zeit gekostet. Aber Platz neun ist so sensationell, dass ich mich nicht beklagen darf", meinte Stohl zufrieden. "Jetzt gilt es, die Leistung zu stabilisieren."
Marcus Grönholm souverän
Souverän war wie erwartet am ersten Tag Marcus Grönholm. Der Finne fuhr sieben Bestzeiten, nur zwei Mal hatte sein Peugeot-Teamkollege Richard Burns die Nase vorne. Startnummer eins war am ersten Tag für "Schotterpflug" Burns aber alles andere als optimal, "Gott sei Dank hat der Regen dann für etwas fairere Verhältnisse gesorgt", sagte der WM-Leader, der auf Platz vier liegt.
Drei Werkspiloten out
Mit dem Schotten Colin McRae (Citroen), dem Deutschen Armin Schwarz (siebenfacher Überschlag nach nur zwölf Kilometern) und dem Finnen Jussi Valimäki (beide Hyundai) sind bereits drei Werkspiloten ausgeschieden.
| Stand nach der ersten von drei Etappen: | ||||
| 1. | Marcus Grönholm/Timo Rautiainen | FIN | Peugeot 206 WRC | 1:18:25,5 Std. |
| 2. | Markko Märtin/Michael Park | EST/GBR | Ford Focus WRC | 1:19:03,6 |
| 3. | Petter Solberg/Philip Mills | NOR/GBR | Subaru Impreza WRC | 1:19:09,1 |
| 4. | Richard Burns/Robert Reid | GBR | Peugeot 206 WRC | 1:19:20,5 |
| 5. | Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen | FIN | Peugeot 206 WRC | 1:19:19,1 |
| 6. | Sebastien Loeb/Daniel Elena | FRA | Citroen Xsara WRC | 1:19:51,7 |
| 7. | Tommi Mäkinen/Kaj Lindström | FIN | Subaru Impreza WRC | 1:19:54,9 |
| 8. | Carlos Sainz/Marc Marti | ESP | Citroen Xsara WRC | 1:20:12,7 |
| 9. | Manfred Stohl/Ilka Minor | AUT | Peugeot 206 WRC | 1:20:26,5 |
| 10. | Didier Auriol/Denis Giraudet | FRA | Skoda Octavia WRC | 1:20:37,4 |
| Ausgeschieden u.a.: | ||||
| . | Colin McRae | GBR | Citroen Xsara WRC | |
| . | Armin Schwarz | GER | Hyundai Accent WRC | |
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