Lazio-Kicker ließ Tor für eigenes Team aberkennen
- Weil Handspiel von Teamkollegen vorausgegangen war
- Linienrichter verließ aus Protest gegen Haupt-Referee Spiel

Lazio-Rom-Verteidiger Sinisa Mihajlovic hat am Sonntag in der italienischen Fußball-Meisterschaft mit einer sportlichen Geste für Aufsehen gesorgt. Nachdem sein Teamkollege Bernardo Corradi kurz nach Wiederanpfiff das vermeintliche 3:0 im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Como erzielt hatte, drängte der Serbe Schiedsrichter Tombolini, das Tor abzuerkennen, weil dem Treffer ein Handspiel von Lazio-Kicker Giuseppe Pancaro vorausgegangen war. Der Unparteiische entsprach schließlich dem Wunsch von Mihajlovic, Lazio gewann aber durch einer verwandelten Elfer von Claudio Lopez doch noch 3:0.
Seine Aktion brachte dem Freistoß-Spezialisten von allen Seiten Lob ein. Sowohl sein Trainer Roberto Mancini, der zuvor noch gegen die Aberkennung protestiert hatte, als auch Como-Betreuer Eugenio Fascetti gratulierten Mihajlovic zu seiner Vorgehensweise. Selbst Corradi, der in der 16. Minute zum 2:0 für die Römer getroffen hatte, nahm's gelassen. "So etwas sollte man öfters auf dem Platz sehen. Natürlich bin ich ihm nicht böse, ich habe nur gescherzt, dass es mir nicht jede Woche gelingt, in einem Match zwei Tore zu schießen."
Linienrichter verließ Spiel
In einem Fußball-Landesligaspiel auf Sardinien hat ein Linienrichter aus Protest gegen umstrittene Entscheidungen des Haupt-Referees vorzeitig das Feld verlassen. Der Linienrichter floh nach rund 30 Spielminuten entnervt in die Kabine, nachdem der Spielleiter ihn zuvor mehrfach ignoriert hatte, wenn er Fouls oder Abseitsstellungen anzeigte. Unter den Funktionären der beiden beteiligten Teams Bittese und Oliena (2:2) fand der Unparteiische einen Ersatz für den Mann an der Linie, um die Partie noch über die Runden zu bringen. Der geflohene Assistent muss nun mit einer Disziplinar-Strafe rechnen.
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