Montag, 7. April 2003

Österreichs Daviscupper treffen zu Hause auf Belgien

  • ÖTV-Spieler marschieren in Richtung Weltgruppe
  • Bresnik: "Das ist ein gutes Los"

Österreichs Daviscup-Team hat bei der Auslosung für die World-Group-Playoffs eine lösbare Aufgabe erhalten: Stefan Koubek und Co. treffen von 19. bis 21. September vor eigenem Publikum auf Belgien. Die Chancen für Österreich, damit 2004 in die Weltgruppe der besten 16 Nationen zurückzukehren, sind recht gut, auch wenn die Belgier dennoch zu favorisieren sind. Das ÖTV-Team hat sich nach Siegen über Norwegen (5:0) und Finnland (3:2) für die Aufstiegsrunde qualifiziert.

"Das ist sicher eine gute Auslosung, da darf man sich nicht beschweren", meinte Daviscup-Kapitän Günter Bresnik. Allerdings darf man auch die Belgier nicht unterschätzen, die nach einer 0:5-Erstrunden-Niederlage gegen Spanien in die Relegation mussten. Mit dem Wimbledon-Halbfinalisten des Vorjahrs Xavier Malisse, aktuell Nummer 29 im Entry Ranking, sowie Olivier Rochus (57) haben die Belgier immerhin zwei Spieler in den Top 60. Und mit dem erst 20-jährigen Kristof Vliegen (113) haben sie auch einen hoffnungsvollen Nachwuchsmann in ihren Reihen, der heuer aus der Qualifikation das Endspiel von Adelaide erreicht hat.

Österreich wird Belgien auf Sand empfangen
Bresnik wird zwar noch mit den Spielern darüber sprechen, doch geht er davon aus, dass Österreich die Belgier diesmal auf Sand empfangen wird. "Normal müssen wir gegen die Belgier auf Sand im Freien spielen", meint der Wiener und nennt auch schon auf Grund der späten Zeit im Jahr das Burgenland, die Südsteiermark oder Kärnten als mögliche Schauplätze.

Grundsätzlich seien aber alle Weltgruppen-Erstrundenverlierer gegen Österreich derzeit zu favorisieren, warnt Bresnik vor übertriebenem Optimismus. "Aber wenn der Stefan in der Zeit vor dem Daviscup etwas gewinnt, dann kann das auf Sand eine gute Geschichte werden, vielleicht spielt neben Jürgen (Melzer) auch Markus Hipfl wieder eine Rolle. Jedenfalls ist es eine überwindbare Hürde, die Siegchance ist sicher wesentlich größer als gegen Schweden (3:2-Heimsieg 1999 in Pörtschach-Anm.)", meinte Bresnik.

ÖTV-Damen spielen ebenfalls gegen Belgien
Während das Herren-Team durchaus gute Chancen gegen Belgien eingeräumt werden können, gelten die ÖTV-Damen, die am 26./27.4. ebenfalls gegen Belgien antreten, als krasse Außenseiterinnen. Das ÖTV-Damen-Team muss in Bree bei Genk ohne die weiterhin verletzte Barbara Schwartz auskommen.

"Sie hat die geplanten WTA-Turniere in Estoril und Budapest abgesagt, konnte bisher nur mit Schaumstoffbällen üben. Der Zustand des neuerlich operierten linken Handgelenks bietet keine Chance, bis zum Fed Cup fit zu werden", meinte Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar. Und Belgiens Kapitän Ivo van Aken hat am Mittwoch folgendes Aufgebot offiziell bekannt gegeben: Kim Clijsters (WTA-Nr. 3), Justine Henin-Hardenne (4), Els Callens (71) und Caroline Maes (273). Die stärkstmögliche Formation also.

Tesar wird mit Barbara Schett (WTA 54), Patricia Wartusch (73), Evelyn Fauth (162) und Sybille Bammer (175) nach Belgien reisen. "Wir sind natürlich ganz klarer Außenseiter, die Situation erinnert sehr an die Ausgangslage vor der USA-Reise vor einem Jahr. Aber wir geben uns auch diesmal nicht von vornherein geschlagen."

Die Paarungen für das Weltgruppen-Playoff im Tennis-Daviscup:

ÖSTERREICH - Belgien *
Kanada - Brasilien *
Thailand - Tschechien *
Deutschland * - Weißrussland
Marokko - Großbritannien *
Niederlande * - Indien
Ecuador - Rumänien *
Slowakei - USA *

* = gesetzt

Spieltermin: 19. bis 21. September 2003. Die Gewinner spielen 2004 in der Weltgruppe, die Verlierer in ihren jeweiligen Kontinentalzonen.

ITF-Daviscup-Weltrangliste vom 7.4.2003:
1.(1.)Frankreich31.875,00 Punkte
2.(2.)Russland24.942,50
3.(3.)Australien24.625,00
4.(4.)Spanien17.062,50
5.(5.)Argentinien12.085,00
6.(9.)Schweiz10.468,75
7.(7.)Schweden7.562,50
8.(6.)USA6.942,50
weiter:
21.(26.)Österreich1.890,00

7.4.2003 10:24