Sonntag, 13. April 2003

Irak: 300 Westen für Selbstmordanschläge entdeckt

  • CNN: Sprengstoffwesten in einer Schule gelagert

US-Soldaten haben nach eigenen Angaben in der irakischen Hauptstadt Bagdad mehr als 300 Sprengstoffwesten für Selbstmordanschläge gefunden. Wie das US-Central Command am Sonntag in Katar mitteilte, seien die Sprengsätze von 160 der 310 am Freitag gefundenen Westen zusätzlich mit kleinen Kugeln ausgerüstet, um sie noch gefährlicher zu machen.

Wo die Westen gefunden worden seien, sagte das US-Militär nicht. Der US-Sender CNN berichtete, die Westen seien in einer Schule entdeckt worden. Die irakische Führung hatte vor ihrem Sturz erklärt, bis zu 3.000 Freiwillige aus arabischen Staaten ständen für Selbstmordanschläge gegen die US-geführten Truppen im Irak bereit.

Weiteren Fernsehberichten zufolge wurden zusammen mit den Westen auch zahlreiche leere Kleiderbügel von möglicherweise bereits ausgeteilten Sprengstoffwesten gefunden. Seit Beginn des Irak-Krieges am 20. März wurden dem US-Militär zufolge mehrere Selbstmordanschläge auf Soldaten der US-geführten Truppen verübt.

13.4.2003 09:06