Ankara: Einmarsch im Nordirak derzeit nicht notwendig
- US-Truppen rücken in Mosul ein
·Kurden-Armee
Kein vollständiger Abzug aus Kirkuk
·Bush-Rede
"Saddams Regime ist Geschichte!"
·Irak-BILDER
170.000 Kunst-werke sind verloren
Die türkische Regierung sieht nach Aussage von Außenminister Abdullah Gül derzeit keine unmittelbare Notwendigkeit, mit Truppen in den Nordirak einzumarschieren. Gül sagte am Samstag in Ankara zu der Entwicklung im Nordirak, wo kurdische Kämpfer (Peschmerga) die Städte Mosul und Kirkuk besetzt hatten, man habe in beiden Städten Militärbeobachter. "Es gibt derzeit keine Notwendigkeit für die türkische Armee, in den Nordirak einzudringen."
Die Türkei will nicht tolerieren, dass die Kurden die wichtigen Erdölstädte Kirkuk und Mosul kontrollieren und damit die wirtschaftliche Basis für eine Eigenstaatlichkeit erlangen.
Ein US-Verband von etwa 40 Militärfahrzeugen hat am Samstag den Stadtrand der am Vortag kampflos von kurdischen Kämpfern eingenommenen Metropole Mosul erreicht. Ein Reuters Fernseh-Reporter berichtete: "Wir sind am Stadtrand." Die Kolonne bestehe im wesentlichen aus schweren Jeeps und Lastwagen. Auf vielen Fahrzeugen seien schwere Maschinengewehre und Raketenwerfer aufgebaut. Viele Fahrzeugen waren auch mit der US-Flagge geschmückt.
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte Ankara vor dem Einmarsch türkischer Truppen in den Nordirak gewarnt. Der nordirakische Kurdenführer Massud Barzani hatte einen allgemeinen Aufstand angekündigt, falls die türkische Armee in die Kurdengebiete einmarschieren sollte, "selbst wenn die türkischen Truppen unter amerikanischem Kommando stünden".
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