Nach Kirkuk-Einnahme: Türkei "notwendige" für Schritte
- 'Ständige militärische Präsenz von Kurden in Kirkuk inakzeptabel'
Nach der Einnahme der nordirakischen Stadt Kirkuk durch kurdische Kämpfer hat die türkische Regierung eine Reaktion mit den "notwendigen" Schritten angekündigt. Die Türkei werde alles tun, "was nötig ist", wurde der türkische Außenminister Abdullah Gül am Donnerstag von der Nachrichtenagentur Anadolu zitiert. Die Position der Türkei hinsichtlich der Lage in der nordirakischen Kurdenregion sei "klar".
Der türkische Verteidigungsminister Vecdi Gönül sagte davor, die Türkei vertraue auf Zusagen der USA. "Wir denken, dass sie (die USA) sich an die uns gegebenen Versprechen halten", sagte am Donnerstag. "Wir erwarten, dass sie im Rahmen dieser Versprechen vorgehen", sagte Gönül nach Angaben des türkischen Nachrichtensenders NTV.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf Außenministeriumskreise in Ankara, die Türkei sehe eine ständige Anwesenheit von bewaffneten kurdischen Streitkräften in Kirkuk als "inakzeptabel". Die Türkei hatte mehrfach gewarnt, dass die Ölfelder von Kirkuk und Mosul (Mossul) nicht unter die Kontrolle der irakischen Kurden geraten dürften. Für diesen Fall hatte sich Ankara den Einmarsch eigener Truppen vorbehalten. Die Regierung in Ankara fürchtet, dass die Kurden auf Basis des Ölreichtums der Region einen eigenen Staat errichten könnten.
Die Türkei sollen an der Grenze zum Irak rund 40.000 Soldaten bereit halten. Auf irakischem Gebiet stehen seit längerer Zeit 13.000 türkische Soldaten, die nach Angaben Ankaras jedoch lediglich zur Grenzsicherung eingesetzt sind.
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