Donnerstag, 10. April 2003

UN-Resolutionen sollen Nachkriegsordnung stützen

  • Konferenz: 43 Irak-Politiker planen Zukunft (siehe Kasten)

Die USA wollen die Nachkriegsordnung für den Irak durch Resolutionen der Vereinten Nationen stützen lassen. Die Resolutionen sollten die künftige irakische Regierung, den Verkauf irakischen Öls und humanitäre Hilfe behandeln, sagte US-Außenminister Colin Powell in einem Interview mit der "Los Angeles Times" (Donnerstagausgabe).

Die Vereinigten Staaten und ihre Kriegsverbündeten behielten sich in Irak allerdings eine "führende Rolle" vor, betonte Powell. Washington habe nicht vor, das Schicksal des Irak nach Kriegsende in die Hände des UN-Sicherheitsrats zu legen. Der UNO falle aber eine "entscheidende Rolle" beim Aufbau von Stabilität und Wohlstand in dem arabischen Land zu.

US-Regierungsvertreter werden nach Angaben von US-Vizepräsident Richard Cheney am Samstag im Südirak mit irakischen Vertretern über den Aufbau einer Übergangsregierung beraten. Die USA wollten Repräsentanten der irakischen Gesellschaft aus dem ganzen Irak zusammenbringen, um über die Zukunft einer irakischen Übergangsregierung zu beraten, sagte Cheney am Mittwoch in New Orleans vor US-Zeitungsredakteuren.

Das Treffen finde in der südirakischen Stadt Nassiriyah statt. US-Außenminister Colin Powell hatte am Montag erklärt, eine US-Delegation werde noch diese Woche in den Irak reisen, um zu prüfen, was für den Aufbau einer Übergangsregierung nötig ist.

10.4.2003 11:45