1. Konferenz: 43 Irak-Politiker planen Zukunft
- USA planen Treffen irakischer Oppositioneller
- Große schiitische Oppositionsgruppe kündigte Boykott an
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Das ursprünglich für Samstag geplante Treffen irakischer Oppositioneller aus dem In- und Ausland in Südirak ist auf Dienstag verschoben worden. Wie US-Außenamtssprecher Richard Boucher am Freitag mitteilte, sollen an dem Treffen in der Stadt Nassiriyah "freie Iraker aus den befreiten Gebieten" sowie "Vertreter unterschiedlicher Gruppen und Organisationen" teilnehmen. Leiter der US-Delegation ist demnach der Sondergesandte des Weißen Hauses bei der irakischen Opposition, Zalmay Khalizad.
Ein Sprecher des Irakischen Nationalkongresses (INC) mit Sitz in London sagte, zu dem Treffen habe der US-Oberbefehlshaber für die Golfregion, General Tommy Franks, eingeladen. Der pensionierte US-General Jay Garner, der in den kommenden Tagen die Leitung einer Übergangsverwaltung für den Irak übernehmen soll, werde ebenfalls zu dem Treffen erwartet.
Laut Boucher bildet die Versammlung in Nassiriyah den Auftakt zu einer "Reihe regionaler Treffen". Später solle eine "nationale Konferenz" in Bagdad eine irakische Übergangsbehörde bestimmen.
Kritik: Stammesführer sind überrepräsentiert
Jalabi kritisierte, beim geplanten Treffen seien Stammesführer und Vertreter der Landbevölkerung überrepräsentiert. "Stammesführer sind natürlich sehr wichtig, aber Irak ist eine überwiegend urbane Gesellschaft und ich denke, es sollte eine stärkere Vertretung der Stadtbevölkerung geben." Das Treffen soll Jalabi zufolge am Samstag auf einem Luftwaffenstützpunkt außerhalb der irakischen Stadt Nassirijah stattfinden. US-Vertreter sagten, der genaue Termin hänge von der Sicherheitslage ab.
Hoher Rat für Islamische Revolution droht mit Boykott!
Der Londoner Vertreter des Hohen Rats für die Islamische Revolution im Irak (SCIRI), Hamid el Bajati, kündigte an, seine Gruppe werde das Treffen boykottieren: "Wir können uns nicht an einer Militärregierung über das Land beteiligen", sagte er. SCIRI mit Sitz in Teheran wird von Schiiten dominiert und ist eine der größten irakischen Oppositionsgruppen. Experten sehen die Haltung der Schiiten als entscheidend für den Erfolg der US-Pläne im Irak. Ohne die Unterstützung schiitischer Geistlicher und Politiker könne es schwierig werden, das Land zu regieren.
US-Vizepräsident Cheney sagte, bei dem Treffen solle mit den Planungen für eine irakische Übergangsregierung begonnen werden. Der Sprecher des US-Außenministeriums ergänzte, es werde das erste von einer Reihe regionaler Treffen sein, die in eine Konferenz in Bagdad münden sollten, auf der dann eine Übergangsregierung bestimmt werden solle.
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