Gesundheitsversorgung in Bagdad versagt
- Krankenhäuser geschlossen
·Die Irak-Hilfe
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Die Gesundheitsversorgung in Bagdad ist nach Informationen des Roten Kreuzes praktisch zusammengebrochen. Die Krankenhäuser in der irakischen Hauptstadt seien geschlossen, die Patienten geflüchtet oder sich selbst überlassen, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Genf mit. Auch kümmere sich niemand um die Toten. Steigende Temperaturen und eine immer schlechtere Versorgung mit Wasser und Strom erhöhten das Risiko des Ausbruchs von Epidemien.
Das IKRK appellierte angesichts des Chaos in Bagdad und anderen Teilen des Landes nachdrücklich an die Streitkräfte der Verbündeten und alle anderen Verantwortlichen, den Plünderungen und der Zerstörung von Infrastruktur-Einrichtungen Einhalt zu gebieten.
Das Rote Kreuz erinnerte die Truppen der Koalition daran, dass sie als Besatzungsmacht nach dem Völkerrecht für den Schutz von Einrichtungen wie Hospitälern oder der Wasserversorgung verantwortlich sind. Sie seien auch verpflichtet, die öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Die Krankenhäuser in Bagdad hätten nach Bombenschäden, Plünderungen oder aus Angst vor weiteren Überfällen teils Bewaffneter ihre Arbeit eingestellt, hieß es beim IKRK ferner. Weder Ärzte noch Hilfspersonal erschienen zum Dienst.
Das Rote Kreuz appellierte darüber hinaus an die Kriegsparteien, Gefangene menschlich zu behandeln. Das IKRK habe Zugang zu den Kriegsgefangenen der Koalitionstruppen, jedoch nicht zu denen der irakischen Seite.
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