Journalisten-Hotel wurde zum militärischen Ziel erklärt
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Der Saddam Inter- national Airport
Das Journalisten-Hotel "Palestine" in Bagdad soll 48 Stunden vor dem Beschuss durch einen US-Panzer von den Amerikanern zu einem potenziellen militärischen Ziel erklärt worden sein. Dies geht nach spanischen Presseberichten vom Mittwoch aus der Antwort des US-Hauptkommandos in Katar auf eine Anfrage der Regierung in Madrid hervor.
Nach dem Tod von zwei Kameraleuten in dem Hotel, darunter der Spanier Jose Couso (37) vom Privatsender Tele 5, hatte das spanische Verteidigungsministerium am Dienstag von den USA eine Erklärung verlangt.
In der Antwort des US-Militärs sei keine Rede davon gewesen, dass US-Soldaten aus dem Hotel von Irakern angegriffen worden seien. Als Begründung sei stattdessen angegeben worden, die irakische Seite habe das "Palestine" für Versammlungen genutzt. Den Journalisten sei mitgeteilt worden, dass das Hotel ein mögliches militärisches Ziel sei. Die dort untergebrachten spanischen Reporter wiesen dies zurück. Davon habe sie niemand unterrichtet. Auch habe es keine Schüsse aus dem Hotel gegeben. Verteidigungsminister Federico Trillo sagte: "Die amerikanischen Streitkräfte haben einen schweren Fehler gemacht."
Die spanische Regierung hatte den Journalisten des Landes am Dienstag geraten, Bagdad zu verlassen. Mindestens sechs der spanischen Medienvertreter erklärten sich dazu bereit. Es sei jedoch derzeit sicherer, in der irakischen Hauptstadt zu bleiben, erklärten sie. Die Leiche des am Montag bei einem irakischen Raketenangriff in Bagdad getöteten Korrespondenten der spanischen Zeitung "El Mundo", Julio Anguita Parrado, ist derweil nach Kuwait ausgeflogen worden. Der 32-Jährige war zusammen mit dem deutschen Reporter des Magazins "Focus", Christian Liebig (35), ums Leben gekommen.
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