10.000 Christen aus Bagdad nach Ninive geflohen
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Im Irak sind rund 10.000 Angehörige der christlichen Minderheit aus Bagdad in die Stadt Ninive im Norden des Landes geflohen. Dies berichtete laut Kathpress der vatikanische Missionsnachrichtendienst "Fides" am Mittwoch unter Berufung auf örtliche kirchliche Quellen.
In Ninive leben in der Nähe der bedeutenden historischen Ausgrabungsstätten sonst rund 25.000 Menschen. Nach kirchlichen Angaben hat sich die Zahl durch den Zuzug von Flüchtlingen in den letzten Tagen auf 35.000 erhöht. Die Versorgungslage sei deshalb extrem angespannt.
Die Menschen fliehen laut dem Bericht nach Ninive, weil sie glauben, dort vor Bombardierungen und Gefechten sicherer zu sein. Die heutige Stadt sowie die Grabungsfelder aus dem Assyrerreich, dessen Hauptstadt Ninive war, liegen unweit der traditionellen Christenhochburg Mosul. Bei den US-amerikanischen Bombenangriffen auf die irakische Hauptstadt war auch das Chaldäische Patriarchat von Babylon, Amtssitz des chaldäisch-katholischen Patriarchen Raphael I. Bidawid, schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.
Der Patriarch hatte erklärt, die Angriffe träfen ein "gedemütigtes Volk", das Ergebnis sei, dass der Hass und Zorn der irakischen Bevölkerung gegen die USA wachse, auch wenn die Menschen die Verantwortlichkeit des irakischen Regimes nicht vergäßen.
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