Dienstag, 8. April 2003

Chirurgen bieten Hilfe für irakische Kinder an

  • Kriegsopfer sollen auch in Europa versorgt werden

Zahlreiche Chirurgen aus Europa, den USA und Libanon haben ihre Hilfe bei der medizinischen Betreuung im Krieg verletzter oder kranker irakischer Kinder angeboten. Wie das französische Kinderhilfswerk "La Chaine de l'Espoir" am Dienstag in Paris mitteilte, wollen 39 "international angesehene" Spezialisten vor allem Kriegsopfer versorgen.

Die Mediziner schlugen zunächst vor, irakische Chirurgen im Land selbst zu unterstützen. Wenn nötig, könnten kranke oder verletzte Kinder aus Irak auch in das Haus Hotel-Dieu in Beirut, das Hospital Georges Pompidou in Paris oder das Necker-Kinderkrankenhaus in der französischen Hauptstadt verlegt werden.

Die Chirurgen-Gruppe wurde vom Chef von "La Chaine de l'Espoir", Alain Deloche, gebildet. Deloche hat bereits langjährige Erfahrung mit humanitären Einsätzen. Die anderen Chirurgen stammen unter anderem aus Paris, London, Mailand und Madrid, aber auch aus New Jersey und aus Beirut.

Am Montag hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO vor einer "humanitären Katastrophe" in Irak gewarnt und auf die Gefahren einer Cholera-Epidemie und Atemwegserkrankungen hingewiesen. Die irakische Bevölkerung habe nur begrenzten Zugang zu Lebensmitteln und Trinkwasser, Bagdads Krankenhäuser seien "völlig überlastet", sagte WHO-Sprecherin Melanie Zipperer.

8.4.2003 15:15