Zwei polnische Journalisten entkommen Entführern
- Ärzte ohne Grenzen: Österreichischer Mediziner in Sicherheit
Zwei seit Montag von bewaffneten Irakern festgehaltene polnische Journalisten konnten während der Kämpfe bei Najaf ihren Bewachern entkommen. Sie seien erschöpft, aber in Sicherheit, berichtete der Nachrichtensender "TVN 24", bei dem der 28 Jahre alte Marcin Firlej als Reporter beschäftigt ist, am Dienstag. Erlösende Nachricht auch über einen österreichischen Arzt im Irak: Der Anästhesist Dr. Peter Grohr, zu dem die Hilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) seit der Vorwoche keinen Kontakt hatte, ist in Sicherheit.
Firlej habe Kontakt zu seiner Frau aufnehmen können und berichtet, dass er und sein Radiokollege Jacek Kaczmarek während der Kampfhandlungen fliehen konnten.
Firlej und Kaczmarek waren am Montag mit zwei anderen polnischen Kollegen in ihrem Fahrzeug von einer Gruppe bewaffneter Iraker gestoppt worden. Während die beiden anderen Journalisten zu einer Einheit von US-Marines fliehen konnten, wurden Firlej und Kaczmarek verschleppt.
Ärzte ohne Grenzen: Österreichischer Arzt in Sicherheit
Der Anästhesist Dr. Peter Grohr, zu dem die Hilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) seit der Vorwoche keinen Kontakt hatte, ist in Sicherheit. Das bestätigte eine Sprecherin der Organisation am Dienstag in Wien. Dies gelte auch für drei MSF-Kollegen aus Italien, Norwegen und Algerien, so die Sprecherin gegenüber der APA.
Die beiden restlichen Mitglieder des ursprünglich sechsköpfigen Teams würden allerdings "festgehalten", hieß es weiter. Der Franzose Francois Calas und der Sudanese Ibrahim Younis gelten offiziell als verschollen und könnten entführt worden sein, so die MSF-Informationen. In wessen Händen sich der 43-jährige französische Einsatzleiter und der 31-jährige Logistiker befinden, war am Dienstag nicht bekannt.
Die MSF-Mediziner waren seit mehreren Wochen in Bagdad im Einsatz. Sie unterstützten das Personal des El-Kindi-Hospitals im Nordosten der irakischen Hauptstadt.
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