Sonntag, 13. April 2003

Afghanischer Soldat bei Explosion in Kabul verletzt

  • Nach Polizeiangaben ist eine Mine explodiert

Bei einer Explosion einer Mine in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Sonntagabend nach offiziellen Angaben ein afghanischer Soldat verletzt worden. Die Explosion ereignete sich nach Auskunft eines Polizeioffiziers nahe einem Trainingszentrum für Kommunikationwesen.

Er beschuldigte "Leute, die vom afghanischen Volk gehasst werden", den Anschlag ausgeführt zu haben. Darunter werden in Kabul versprengte radikalislamische Talibankämpfer oder Mitglieder der radikalen regierungsfeindlichen Hisb-e-Islami-Milizen von Guldbuddin Hekmatyar verstanden. Die Mine sei in einem Paket versteckt gewesen, sagte der Polizeioffizier.

Augenzeugen hatten zuvor berichtet, sie hätten das Geräusch eines Hubschraubers gehört. Kurz nach der Explosion sei in dem Stadtteil der Strom ausgefallen. Journalisten wurde der Zugang zum Explosionsort verwehrt. Die internationale Friedenstruppe in Afghanistan (ISAF) unter derzeit deutsch-niederländischer Führung war mehrfach Ziel von Anschlägen unbekannter Täter mit Raketen, Granaten oder Sprengstoff. So schlug zuletzt vor zwei Wochen eine Rakete im deutschen Hauptquartier ein, verletzte aber niemanden.

Die Ursache der Explosion war zunächst unklar. Zuvor war laut Polizeiangaben vom Einschlag einer Rakete in der Nähe der US-Botschaft in Kabul die Rede gewesen.

13.4.2003 21:47