Samstag, 12. April 2003

Anstieg der SARS-Fälle auf 2960 weltweit - 119 Tote

  • Französischer Arzt stirbt in Vietnam an SARS
  • PLUS: Info-Hotline in Österreich (Kasten)

Die Zahl der an der lebensgefährlichen Lungenentzündung SARS erkrankten und gestorbenen Menschen nimmt weiter täglich zu. Bis Samstagabend registrierte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf weltweit 2960 Fälle, davon 6 in Deutschland. Die weitaus meisten Fälle gibt es in China und Hongkong. Binnen eines Tages habe die Zahl der Krankheitsfälle weltweit damit um 90 zugenommen, berichtete die WHO in Genf. 119 Menschen seien bereits an der Krankheit gestorben.

In Vietnam hat es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit SARS gegeben. Ein 69-jähriger französischer Arzt erlag der atypischen Lungenentzündung, wie die französische Botschaft am Samstag in Hanoi mitteilte. Insgesamt starben damit fünf Menschen in Vietnam an SARS. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden 62 Menschen in dem Land an der Krankheit.

Insgesamt wurden in Asien sechs neue Todesfälle gemeldet. Drei Menschen starben in Hongkong, zwei in der chinesischen Inneren Mongolei. Ein Expertenteam der WHO, das in der vergangenen Woche in die Provinz Guangdong gereist war, wo das Virus seinen Ursprung haben soll, ging davon aus, dass die Krankheit dort mittlerweile ihren Höhepunkt überschritten hat.

12.4.2003 19:39