Parlamentswahl in Nigeria - Unruhen im Wahlkampf
- Präsidentenwahl eine Woche später
61 Millionen Nigerianer sind heute zur Parlamentswahl aufgerufen. 3.000 Kandidaten bewerben sich um 469 Sitze im Repräsentantenhaus und im Senat. Der Wahlkampf wurde von schweren Unruhen und politischen Morden überschattet. Militante Gruppen drohten, die Wahl in einem Teil des Landes zu verhindern.
Nach Berichten einer katholischen Menschenrechtsorganisation konnte sich ein Drittel der Wahlberechtigten nicht registrieren, weil es der Wahlkommission an Geld und Materialien fehlt.
Nur eine Woche später finden dann auch Präsidentenwahlen statt. Nigeria erhielt 1999 nach 15 Jahren Militärdiktatur wieder eine demokratische Regierung. Seither sollen rund 10.000 Menschen bei ethnisch und religiös motivierten Unruhen ums Leben gekommen sein. In Nigeria gibt es 250 verschiedene Sprachen. Mit 126 Millionen Einwohnern ist es das bevölkerungsreichste Land Afrikas und außerdem einer der größten Erdölexporteure der Welt.
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