Freitag, 11. April 2003

EU-Beitritt Maltas hängt von Parlamentswahlen ab

  • Arbeiterpartei gegen Beitritt des Mittelmeerstaates zur EU

In Malta wird heute ein neues Parlament gewählt. Nach dem Referendum vor einem Monat geht es auch diesmal um den geplanten Beitritt des Landes zur EU. Die regierende Nationalistische Partei mit Ministerpräsident Eddie Fenech Adami an der Spitze tritt ebenso wie die Grünen für den Beitritt zur Europäischen Union ein. Die oppositionelle Arbeiterpartei hat sich gegen die EU ausgesprochen. Es wird mit einem knappen Ergebnis gerechnet.

Bei den letzten Wahlen im Jahr 1998 erreichte die Nationalistische Partei 51,8 Prozent der Stimmen, die Arbeiterpartei rund 47 Prozent. Die Grünen kamen damals auf 1,2 Prozent, brachten aber keinen Kandidaten ins Parlament. Bei der EU-Volksabstimmung vom 8. März sprachen sich 53,65 Prozent für den EU-Beitritt aus, 46,35 dagegen.

Knapp 300.000 Malteser sind wahlberechtigt. Die Wahllokale sind von 7.00 bis 22.00 Uhr MESZ geöffnet. Das vorläufige Endergebnis soll erst am Sonntag um 13.00 Uhr bekanntgegeben werden. Exit-Polls gelten in Malta als sehr unzuverlässig.

11.4.2003 22:30