Freitag, 11. April 2003

Angeklagter im Fall Metzler: Es tut mir "unendlich leid"

  • Sowohl Anklage als auch Verteidigung fordern lebenslange Haft
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Es tue ihm "unendlich leid". So formulierte der mutmaßliche Entführer und Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler seine abschließenden Worte in seinem Prozess in Frankfurt. Vor allem die Eltern seines Opfers bat der Angeklagte Magnus Gäfgen dabei am Freitag um Verzeihung.

Das Fällen des Urteils dürfte jedenfalls nur noch Formsache sein: Sowohl Anklage als auch Verteidigung haben für Gäfgen lebenslange Haft gefordert. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch zusätzlich die Feststellung einer besonders schweren Schuld beantragt. Folgt das Gericht diesem Antrag, würde Gäfgen die Möglichkeiter einer Enlassung auf Bewährung nach 15 Jahren genommen werden. Das Urteil wird am 28. Juli verkündet.

Der 28 Jahre alte Jurist hatte während des drei Monate dauernden Prozesses gestanden, den ihm bekannten elfjährigen Jungen in seiner Wohnung getötet zu haben. Von den Eltern des Opfers hatte Gäfgen eine Million Euro erpresst. (APA/red)

11.4.2003 09:56