Montag, 7. April 2003

Täter missbrauchten neunjährige Sonja gemeinsam

  • Mörder hatten sich als Polizisten ausgegeben

Im Mordfall "Tom und Sonja" kommen immer mehr grauenvolle Details ans Tageslicht. Die beiden Mordverdächtigen haben das neunjährige Mädchen gemeinsam mehrfach sexuell misshandelt. Der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller erklärte am Donnerstag, der Bub sei von dem 28-jährigen Computerfachmann Markus W. noch am Tag seiner Entführung am 30. März erwürgt worden. Das Mädchen hätten W. und der 33 Jahre alte Hausmeister Markus L. am 31. März gemeinsam erdrosselt.

Nach Darstellung von Deller, die auf den Ermittlungsergebnissen der Polizei und den Geständnissen der beiden Verdächtigen beruhe, entführten die beiden Männer die auf einem alten Zechengelände in Eschweiler spielenden Kinder unter der Vorspiegelung, sie seien Zivilfahnder der Polizei. Sie hätten die Kinder in ihre Auto geladen und seien mit ihnen zunächst in Eschweiler und in der Umgebung herumgefahren. Schließlich hätten sie das Mädchen in die Wohnung eines der Täter gebracht.

Den Buben sperrten sie im Kofferraum des Autos von W. ein. Dieser habe ihn einige Stunden später zu einem Waldparkplatz etwa zwölf Kilometer südlich von Eschweiler gefahren und getötet. In der Nacht zum 31. März und am 31. März selbst hätten die Verdächtigen das Mädchen mehrfach sexuell missbraucht. Schließlich hätten sie es am Montagabend in die Nähe von Blankenheim in der Eifel gefahren und dort ermordet.

7.4.2003 15:24