Dienstag, 8. April 2003

Miese Noten für Schulen! Jeder 2. sagt: "Lernmethoden veraltet"

  • Große UMFRAGE: Wiederholungsprüfungen vorverlegen?

Rechtzeitig zum Schulschluss gibt nicht nur für die Kinder, sondern auch für Österreichs Schulen Noten. Das Gesamt-Zeugnis laut neuer Umfrage: Nicht genügend! Jeder Zweite meint, dass die Lehrmethoden und die vermittelten Inhalte NICHT den Anforderungen einer modernen Kommunikationsgesellschaft genügen.

Hier das Ergebnis der Umfrage, die am Dienstag - rechtzeitig zum Schulschluss - vom Klagenfurter Humaninstitutes veröffentlicht wurde.

Frage "Genügen aus ihrer Sicht die vermittelten Inhalte und Lehrmethoden der österreichischen Schulen den Anforderungen einer modernen Kommunikationsgesellschaft?"
25 Prozent sagten "ja",
52 Prozent "nein",
die restlichen 23 Prozent der Befragten hatten dazu keine Meinung.

Frage "Ist aus ihrer Erfahrung die Ausbildungsqualität der Lehrer(innen) in Österreichs Schulen am aktuellen Stand?"
35 Prozent sagten "ja,
49 Prozent "nein",
20 Prozent antworteten mit "weiß ich nicht".

Frage: Was sagen Schulnoten über künftigen Erfolg im Studium und Beruf aus?
44 Prozent meinten, dass Schulnoten "nichts aussagen",
32 Prozent entschieden sich für "wenig",
24 Prozent sind der Ansicht, dass Schulnoten "genügend" Aussagekraft haben.

Auf die Frage, was das Schulklima bestimme, antworteten 52 Prozent mit Schulfrust und 18 Prozent mit Lernlust. 30 Prozent sind der Ansicht, dass beide Faktoren eine Rolle spielen.

Schließlich wurde die Meinung gefragt, ob die österreichische Schule vornehmlich zukunftsorientiert oder traditionsverbunden sei. 56 Prozent antworteten mit traditionsverbunden, nur 26 Prozent der Befragten sehe die Schule zukunftsorientiert. Die restlichen 18 Prozent antworteten mit "beides".

Das Humaninstitut hat im Zuge seines "sozialwissenschaftlichen Monitorings" Image und Akzeptanz der Schule als zentrale Bildungsinstitution in einer österreichweiten Untersuchung hinterfragt. Kriterien und Kritik der so genannten Pisastudie waren Grundlage für die Analyse des österreichischen Schulwesens. Befragt wurden bundesweit 600 Personen nach dem Quotaverfahren und darüber hinaus mit 40 Experten aus dem Bildungsbereich persönliche Tiefeninterviews geführt. (apa, red)

8.4.2003 13:55