Maler Karl Stojka gestorben

Der Maler Karl Stojka ist in der Nacht auf Donnerstag in Wien nach schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren gestorben, berichtete der ORF. Der autodidaktische Künstler beschäftigte sich seit 1970 mit darstellender Kunst, in der der Roma hauptsächlich die tragischen Erinnerungen seiner Kindheit in den Konzentrationslagern von Auschwitz-Birkenau, Buchenwald und Flossenbürg reflektierte.
Stojka wurde am 20. 4. 1931 als viertes von sechs Kindern einer Roma-Familie im burgenländischen Wampersdorf geboren. Im März 1943 wurde er mit seiner Mutter und seinen fünf Geschwistern ins KZ Birkenau deportiert, sein Vater wurde schon Anfang 1942 in Mauthausen getötet. Nach seiner Befreiung im April 1945 kehrte er nach Wien zurück, wenig später begann er zu malen.
Die Bilder Karl Stojkas wurden unter anderem im Holocaust Memorial Council in Washington, aber auch in Tokio, Osaka oder Wien ausgestellt. 1999 wurde Stojka mit dem Berufstitel "Professor" ausgezeichnet und erhielt 2001 das silberne Ehrenzeichen des Landes Wien.
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