Donnerstag, 10. April 2003

Ärzte gaben Entwarnung: Kein SARS-Fall in Linz!

  • Blutbefund negativ - Patient an Influenza A erkrankt
  • INFO: Was ist SARS? PLUS: Info-Hotline in Österreich (Kasten)

Erneut SARS-Fehlalarm in Oberösterreich: Ein 26-Jähriger liegt mit hohem Fieber und Husten im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz, hat jedoch nur eine normale Grippe. Der Mann wurde aus der Quarantäne entlassen. Ein SARS-Verdachtsfall im März in Oberösterreich hatte sich ebenfalls nicht bestätigt.

Keine SARS-Erkrankung in Linz: Im Falle jenes 26-jährigen Patienten, der mit Verdacht auf die heimtückische Lungenkrankheit in einer Linzer Spital eingeliefert wurde, konnten die Ärzte Freitagnachmittag endgültig Entwarnung geben. Die Blutbefunde seien eindeutig negativ gewesen, der Patient leide an einer so genannten Influenza A - einer schweren Form der Grippe mit heftigen Fieberschüben, so der Internist Kurt Lenz am Freitag im Gespräch mit der APA.

Der 26-Jährige wurde nach der Rückkehr von einem längeren Aufenthalt in der Volksrepublik China mit hohem Fieber und starkem Husten in das Linzer Krankenhaus eingeliefert. Dort hatte man dann sofort alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen und den Mann unter Quarantäne gestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich tatsächlich um einen SARS-Fall gehandelt haben könnte, war aber bereits gestern eher auszuschließen, so Lenz.

Der Verlauf der Krankheit hätte bereits gezeigt, dass es sich nicht um SARS gehandelt habe, erklärte der Mediziner. "Der Patient habe weder das typische SARS typische Atemnotsyndrom aufgewiesen , noch wurde eine konkrete Lungenerkrankung festgestellt", erklärte Lenz. Trotzdem habe man vor einer endgültigen Entwarnung "auf Nummer sicher gehen" und erst alle Untersuchungsergebnisse abwarten wollen.

10.4.2003 09:33