SARS-Verdachtsfall in NÖ hat sich nicht bestätigt
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Der Verdacht, dass eine junge Stewardess aus Niederösterreich sich während eines Thailand-Aufenthalts mit dem Schweren Akuten Respiratorischen Syndrom (SARS) infiziert haben könnte, hat sich am Mittwoch als unbegründet erwiesen. Die 25-Jährige war am Dienstag in das Krankenhaus Neunkirchen eingeliefert worden. Virologische Untersuchungen haben ergeben, dass die Frau Grippe hat.
Die bei der Lauda Air tätige Flugbegleiterin war nach Angaben der AUA-Gruppe mit relativ hohem Fieber in das Krankenhaus Neunkirchen gekommen und unter Quarantäne gestellt worden. Vorsichtshalber wurde diese Maßnahme auch bei ihrer Mutter ergriffen, die allerdings keine Krankheitssymptome aufweist. Das Ansteckungsrisiko steigt nämlich mit der Nähe des Kontakts, wie Dr. Hubert Hrabcik, der zuständige Sektionschef im Gesundheitsministerium, erläuterte.
Der Arzt, den die junge Frau zunächst aufgesucht hatte, habe völlig richtig gehandelt, als er bei der Patientin angesichts ihres Thailand-Aufenthalts eine SARS-Infektion nicht ausschloss, sagte Hrabcik. Er wies darauf hin, dass es sich bei Thailand um kein so genanntes Erstinfektionsland wie etwa Südchina, Hongkong, Singapur und Vietnam handelt. Die Krankheit wurde nach Thailand eingeschleppt, bisher sind dort allerdings erst wenige SARS-Fälle aufgetreten.
In Österreich gab es bisher sechs SARS-Verdachtsfälle, keiner davon hat sich bestätigt. Das Gesundheitsministerium rät derzeit grundsätzlich, nicht in Erstinfektionsländer zu reisen. Die Gefahr einer Ansteckung sei nur bei relativ engem Kontakt gegeben. Eine Infektion durch eine Person etwa auf dem Nebenplatz im Flugzeug sei nicht zu befürchten, sagte Hrabcik.
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