Opel will als Erster über 1 Mio. Wasserstoffautos
- Konzeptfahrzeug HydroGen3 demnächst in Japan im Test

Als erster Automobilhersteller will die Adam Opel AG mit der Konzernmutter General Motors die Verkaufs-Schallmauer von einer Million großserienreifer Wasserstofffahrzeuge durchbrechen. Die ersten Versuchsfahrzeug mit Flüssigwasserstofftanks werden in Kürze mit staatlicher Genehmigung auf öffentlichen Straßen in Japan unterwegs sein: Der Kurierdienst FedEx wird die Brennstoffzellen-Fahrzeuge dort im Dauereinsatz testen.
Mit Hochdruck schreitet im wahrsten Sinne des Wortes die Entwicklung der Brennstoffzellen-Fahrzeuge bei General Motors (GM) und Opel voran. So wurde erstmals der Wasserstofftank des Versuchsfahrzeugs HydroGen3 (Bild) bei einem Druck von 700 bar mit Wasserstoff befüllt. Damit legten die Entwickler des deutschen Zentrums in Mainz-Kastel einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Serienreife des Brennstoffzellen-Antriebs zurück.
"Unser Ziel ist eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft als Grundlage einer weltweiten nachhaltigen Mobilität", sagte Klaudia Martini, Mitglied des Vorstandes der Automobilfirma am Dienstagabend anlässlich eines Symposiums, zu dem das Wiener Büro des Club of Rome geladen hatte.
Mit dem Konzeptfahrzeug HydroGen3 auf Basis des Opel Zafira sei bereits ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Serienreife von Brennstoffzellen-Fahrzeugen gemacht worden. Neben der technologischen Weiterentwicklung sei ein weiterer Schwerpunkt die praktische Erprobung.
Als erstes Automobilunternehmen hat Opel einen Nachhaltigkeitsbericht vorgestellt. Damit orientiere sich das Unternehmen an der aktuellen Global Reporting Initiative (GRI) 2002 und leiste einen Beitrag zur Unternehmenstransparenz. Das systematischen Nachhaltigkeits-Management basiert laut Martini auf wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Verantwortung für die Umwelt und sozialem Engagement.
Als Beispiel für die Nachhaltigkeitsstrategie sei die für heuer geplante Verfünffachung der Produktionszahlen für Erdgas-Autos, so die Sprecherin. Insgesamt 19.000 Modelle Zafira und Astra Caravan werden auf Erdgasbetrieb umgerüstet.
"Wir halten nichts von exotischen Sparmodellen mit teurer Technologie in kleinen Stückzahlen", erklärte Martini. Auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität werde eine Dreifach-Strategie verfolgt. Neben der Senkung des Verbrauchs werde auf Fahrzeuge gesetzt, die mit alternativen Kraftstoffen wie Erd- oder Biogas betrieben werden. Langfristiges Ziel sei die Markteinführung von emissionsfreien Fahrzeugen, mit alltagstauglicher Brennstoffzelle und Wasserstoff als Energieträger.
