Innenministerium kritisiert master-talk
- Wegen Fehlens von Verträgen mit Blaulichtorganisationen
- Auftragsentzug nicht ausgeschlossen
Das Innenministerium hat den Errichter und künftigen Betreiber des künftige bundesweite Behördenfunknetz Adonis, die Firma master-talk, wegen des Fehlens von Nutzungsverträgen mit Blaulichtorganisationen kritisiert. "Bisher ist nur der Bund mit an Bord, weitere Organisationen fehlen", kritisierte der Leiter des Projekts "Adonis" im Innenministerium, Manfred Blaha. Das Netz mache aber nur Sinn, wenn es auch von vielen Organisationen genützt werde.
Laut Vertragsbedingungen sei es eine der Kernaufgaben von master-talk, Marketingaktivitäten zu setzen und Blaulichtorganisationen anzuwerben, so Blaha. Es gebe zwar vereinzelt Gespräche, von einer Vertragsunterzeichnung sei man aber noch weit entfernt - und der Auftrag sei bereits am 5. Juli 2002 vergeben worden.
Das Innenministerium sei grundsätzlich schon daran interessiert, Adonis mit master-talk umzusetzen, aber "nur, wenn die Bedingungen stimmen", betonte Blaha. Sollte master-talk in der nächsten Zeit aber weiterhin keine Verträge mit Blaulichtorganisationen wie Rettung oder Feuerwehr zu Stande bringen, werde man die "Konsequenzen analysieren". Als letzte Konsequenz sei ein Entzug des Adonis-Auftrags denkbar.
Adonis soll es Sicherheits- und Blaulichtorganisationen wie Polizei, Gendarmerie, Rettung, Feuerwehr und Bundesheer ermöglichen, im Einsatzfall effizienter als bisher miteinander zu kommunizieren.
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