Donnerstag, 3. April 2003

Deutsche Telekom gut ins Jahr 2003 gestartet

  • Ertragsziel für 2003 bleibt weiterhin aufrecht
  • Derzeit in Gesprächen über den Verkauf weiterer Geschäftsteile

Die Deutsche Telekom ist nach den Worten ihres Vorstandschefs Kai-Uwe Ricke gut ins laufende Jahr gestartet und wird seine Ertragsziele für 2003 erreichen. Die Zahlen für die ersten beiden Monate machten ihm Mut, sagte Ricke der "Financial Times Deutschland".

"Im Jänner und Februar war das Abschneiden auf dem deutschen Markt im Jahresvergleich stabil", sagte er zur Geschäftsentwicklung der Mobilfunktochter T-Mobile. "Auch die Entwicklung bei T-Com stimmt mich glücklich", fügte er mit Blick auf die Festnetzsparte hinzu.

Ricke bekräftigte das Ziel, konzernweit im laufenden Jahr mindestens ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 16,7 Mrd. Euro nach 16,3 Mrd. Euro 2002 zu erreichen. Dies sei "sehr konservativ gerechnet", sagte er der Zeitung weiter. "Es müsste schon Steine regnen, damit wir das nicht erreichen." Im vergangenen Jahr hatte die Telekom wegen hoher Abschreibungen mit fast 25 Mrd. Euro den höchsten Verlust in der deutschen Unternehmensgeschichte verbucht.

Verkauf von T-Mobile USA nicht ausgeschlossen
Die Telekom ist Ricke zufolge derzeit in Gesprächen über den Verkauf weiterer Geschäftsteile. Details nannte der Konzernchef nicht. Das Unternehmen werde aber sein Vorhaben umsetzen, bis Ende 2003 für weitere 1,8 Mrd. Euro Beteiligungen zu veräußern. Den Verkauf von T-Mobile USA, die früher unter Voicestream firmierte, wollte Ricke dem Bericht zufolge nicht ausschließen.

"Wir sind offen für alle Möglichkeiten, sofern sie für unsere Aktionäre sinnvoll sind. Wichtig ist, dass wir uns nicht wegen unserer Schuldensituation zu einem Verkauf zwingen lassen", sagte der Telekom-Chef und fügte hinzu: "Wir werden das US-Geschäft ausschließlich nach seinen Vor- und Nachteilen beurteilen."

Die Telekom hatte im März angekündigt, seine Schulden bis Ende des Jahres auf 49,5 bis 52,3 Mrd. Euro zu senken. Ende 2002 hatte der Konzern einen Schuldenstand von 61,1 Mrd. Euro.

  • Telekom-Website

    3.4.2003 09:30