Mobilkom bereit für weitere Expansion in Südosteuropa
- A1 durchbricht 3 Millionen-Kunden-Grenze
- Kroatische VIPnet mit 25 Prozent Kundenanteil in der Gruppe
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Die Mobilkom Austria, Marktführer am heimischen Mobilfunkmarkt und Tochter der börsenotierten Telekom Austria (TA), ist weiterhin für die Expansion bereit. "Wir sind ready", sagte Mobilkom-Chef Boris Nemsic vor Journalisten. Ziel möglicher Akquisitionen oder Expansionen ist nach wie vor Südosteuropa. "Unsere strategischen Gebiete sind die gleichen geblieben", sagte Nemsic weiter.
Als erstes Expansionsziel nannte Nemsic erneut Serbien. Durch die tragischen Ereignisse sei dort die Entscheidungsfindung zwar gebremst worden, der "Trend" im Land bleibe aber der gleiche. Pläne hat die Mobilkom auch für Bosnien-Herzegowina. Die Ausschreibung der dritten Mobilfunkfrequenz ist aber nach wie vor ausständig.
"Langer Weg" bis zum Einstieg in Bulgarien
Zurückhaltend äußerte sich Nemsic zu einem möglichen Einstieg bei der bulgarischen MobilTel, die derzeit in Händen des österreichischen Industriellen Josef Taus liegt und für die die Mobilkom zuletzt mehrfach als Käufer gehandelt wurde. "Wenn überhaupt" sei es bis zu einem Einstieg der Mobilkom noch ein "langer Weg". Grundsätzlich sei die MobilTel aber eine hervorragende Gesellschaft in einem wachsenden Markt und er könne "kyrillisch lesen", so Nemsic.
Wann der nächste Expansionsschritt der Mobilkom erfolgen soll, steht noch nicht fest: "Man kann's nicht bestellen", meinte der Mobilkom-Chef, der gleichzeitig betonte, dass es strategische Akquisitionen nur geben werde, wenn sie profitabel seien.
A1 gewann Marktanteile dazu
In Österreich hat die Mobilkom mit A1 im Jahr 2002 erstmals seit Öffnung des Mobilfunkmarkts wieder Marktanteile dazu gewonnen und dabei die drei Millionen-Kundenmarke durchbrochen. Wie Unternehmenschef Boris Nemsic am Mittwoch vor Journalisten verkündete, stieg die Zahl der A1-Kunden im Vorjahr um 5,3 Prozent auf 3,001 Millionen an. Der Marktanteil von A1 stieg von 42,09 auf 44,4 Prozent.
Insgesamt hat die Mobilkom-Gruppe - inklusive der Auslandstöchter VIPnet in Kroatien mit mittlerweile 1,097 Mio. Kunden (plus 28 Prozent), Si.mobil in Slowenien mit 350.000 Kunden (plus 30 Prozent) und Mobilkom Liechtenstein mit 2.048 Kunden - jetzt 4,5 Mio. Kunden. Die Verbindungsentgelte der Mobilkom-Gruppe sind im Vorjahr um 17 Prozent gestiegen und haben damit erstmals die 1 Mrd. Euro-Grenze überschritten.
Mobilkom trägt 49% des TA-Umsatzes
Der Gruppenumsatz erhöhte sich im Vorjahr, wie berichtet, um 115 Prozent auf 1,909 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 15,7 Prozent auf 660,9 Mio. Euro und das Betriebsergebnis (EBIT) um 29,2 Prozent auf 392,1 Mio. Euro. Die Mobilkom trägt damit bereits 49 Prozent des TA-Umsatzes und 43 Prozent des EBITDA der TA-Gruppe.
Der Mobilkom Austria hat im abgelaufenen Jahr 1,38 Mrd. Euro umgesetzt, um 6,7 Prozent mehr als 2001. Das EBITDA war mit 545,2 Mio. Euro um 7 Prozent höher, das EBIT mit 349,2 Mio. Euro um 7,2 Prozent höher als 2001. Der Umsatz pro Kunde und Monat (average revenue per user - ARPU) stieg um 5 Prozent auf 35,8 Euro.
Alle Mobilkom-Töchter mit Gewinnen
In Kroatien legte der Umsatz um 31,4 Prozent auf 303,5 Mio. Euro zu, das EBITDA um 45 Prozent auf 114,8 Mio. Euro. Si.mobil steigerte die Erlöse um 48 Prozent auf 79,2 Mio. Euro und das EBITDA von minus 19,1 Mio. Euro auf plus 1,9 Mio. Euro. Mobilkom Liechtenstein konnte den Umsatz um 212 Prozent auf 5 Mio. Euro steigern und das EBITDA von minus 1 Mio. Euro auf plus 0,1 Mio. Euro leicht ins Positive drehen.
Erstmals haben im Vorjahr damit alle Mobilkom-Töchter einen EBITDA-Gewinn erzielt. Die Umsätze kamen bereits zu 20,3 Prozent aus dem Ausland. Stärkste Tochter war dabei die kroatische VIPnet mit 15,9 Prozent Umsatzanteil, gemessen an der Kundenzahl hält sie bereits einen Gruppenanteil von 25 Prozent.
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