SBC steigt bei Hughes-Bieterverfahren aus
- DirecTV-Übernahme durch News Corp immer wahrscheinlicher
- Übernahme würde Regulierungsbehörden beschäftigen
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Das US-Telekomunternehmen SBC hat sich aus dem Bieterverfahren um die General Electrics-Tochter Hughes Electronics zurückgezogen. Damit dürfte der Weg zu einer Übernahme von Hughes und dessen Satellitensender DirecTV für News Corp frei sein, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Rupert Murdoch, Chairman von News Corp, versucht schon seit Jahren den größten Satelliten-TV-Betreiber der USA zu übernehmen, um im US-Markt Fuß zu fassen.
Der Rückzug von SBC wurde an den Börsen positiv aufgenommen und mit einem prompten Kursanstieg belohnt. Investoren standen dem Plan von SBC, ins Satelliten-TV-Geschäft einzusteigen, immer skeptisch gegenüber. Einziger verbliebener Konkurrent im Rennen um DirecTV ist der Kabel-TV-Betreiber Cablevision, der bisher nur ein informelles Angebot abgegeben hat. Allerdings sind Branchenkenner laut WSJ skeptisch, ob Cablevision tatsächlich mitbieten wird.
Ein Kauf würde auch mögliche Einwände der Wettbewerbshüter nach sich ziehen, die bereits den Deal mit EchoStar zu Fall brachten. Aber auch eine Übernahme durch News Corp würde die Regulierungsbehörden beschäftigen. Größere Auswirkungen als in den USA dürfte der Deal jedoch in Lateinamerika haben, wo News Corp und Hughes die beiden größten Satelliten-TV-Sender der Region betreiben.
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