Montag, 31. März 2003

Aus Furcht vor Ortung Telefone an der Front verboten

  • Durch Funksignale von Thuraya-Telefonen Standorte ermittelt
  • Warum Telefone plötzlich gefährlich seien ist nicht bekannt

Das US-Militär hat Reportern an der Front die Nutzung so genannter Thuraya-Telefone verboten, weil es fürchtet, dass die Iraker über die Funksignale den Standort ermitteln können. "Eine reine Sicherheitsmaßnahme, sowohl für die Truppen als auch für die Reporter selbst", sagte ein Sprecher des Zentralkommandos in Katar. Alle anderen Telefone könnten weiter benutzt werden.

Warum diese Satelliten-Telefone, die über einen Satelliten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten übermitteln, plötzlich als gefährlich eingestuft werden, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Anordnung gehe nicht auf einen bestimmten Zwischenfall zurück.

Das Militär tue alles, um den Journalisten beim Absetzen ihrer Berichte zu helfen. "Schließlich haben wir starkes Eigeninteresse daran, dass die Wahrheit ans Licht kommt", sagte der Sprecher.

Charakteristisch für das Thuraya-System ist, dass es sich nur eines einzigen geostationären Satelliten bedient, der in 36.000 km über dem Äquator positioniert ist. Außerdem verfügt es über einen GPS-Empfang, der die Position des Benutzers genau bestimmt.

Weitere Informationen:

  • Thuraya-Website

    31.3.2003 17:27