Montag, 31. März 2003

US-Start-Up SaveJe als Schritt zur Unabhängigkeit

  • Vodafone und Orange setzen auf eigene Handy-Software
  • Wollen weder von Nokia noch von Microsoft abhängig sein

Vodafone und Orange sind eine Beteiligung am US-Start-up SaveJe Technologies aus Massachusetts eingegangen. Mit dem Deal wollen die beiden europäischen Mobilfunkprovider bei Handset-Software sowohl von Microsoft als auch von Nokia unabhängig werden. Vodafone und Orange haben zusammen 3,5 Mio. Dollar in das Unternehmen investiert, das ein Smartphonebetriebssystem mit Features wie Internet Browser, Video-Player und anderen Multimedia-Anwendungen entwickelt.

Mit dem Einstieg von Vodafone und Orange hat das Start-up in einer zweiten Finanzierungsrunde bereits 17,5 Mio. Dollar aufgetrieben, insgesamt verfügt SavaJe nunmehr über ein Kapital von knapp 30 Mio. Dollar. Der Markt für Smartphonebetriebssysteme wird bisher von der britischen Symbian, an der Nokia beteiligt ist, Microsoft und dem Handheld-Hersteller Palm beherrscht. Darüber hinaus stellt Nokia selbst Software her, die mit dem Symbian-System kompatibel ist.

Obwohl die Summe, die die britische Vodafone und die France-Telecom-Tochter Orange investieren, gering ist, trägt sich Orange bereits mit dem Gedanken, Handys mit SaveJe-Software zu verkaufen, berichtet das Wall Street Journal. "Die Software ermöglicht uns, die komplette Erfahrung unseres Unternehmens auf ein Handy zu bringen", sagte Orange-Manager Richard Brennan. Sowohl Vodafone als auch Orange stoßen sich an dem Gedanken, dass auf dem Mobilfunk-Markt ein Softwareanbieter die Szene so beherrschen könnte wie Microsoft dies bei den PCs tut. Darüber hinaus wollen die beiden Telekoms ihre Services von denen der Mitbewerber unterscheidbar machen. Mit der SaveJe-Software könnten Handsets mit einzigartiger Funktionalität entwickelt werden, so die Hoffnung. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • Vodafone-Website
  • Orange-Website
  • SaveJe-Website

    31.3.2003 12:29