HP und Hyperwave setzen E-Learning-Projekt um
- Software-Spezialist lukriert mehr als 14 Mio. Euro
- Entwicklungsarbeit für Grazer Niederlassung
Der kalifornische Elektronikkonzern Hewlett-Packard (HP) setzt beim bisher "weltgrößtem e-Learning Projekt" auf den deutsch-österreichischen Softwarespezialisten Hyperwave. Von Hyperwave im bayrischen Dornach wurden entsprechende Berichte im Internet bestätigt. Die Hyperwave AG stellt die Lernsoftware für mehr als 1.200 Schulen und rund 330.000 Schüler in Nordirland im Auftrag der Regionalregierung zur Verfügung. Der Auftrag soll in zwei Phasen 307 Mio. Euro umfassen, für Hyperwave bleiben aus dem Konsortiumsauftrag über 14 Mio. Euro.
Das Konsortium HP/Amaze/Hyperwave hat laut der Münchner Zeitschrift "Computerwoche" den bisher größten Auftrag in der Geschichte des E-Learning von der Regionalregierung Nordirlands erhalten: Es geht laut Hyperwave in der ersten Phase um 107 Mio. Euro, dann noch einmal um 200 Mio. Allein in der ersten Phase bedeute dies für Hyperwave einen Auftragswert von 14,7 Mio. Euro.
Projekt auf zehn Jahre angelegt
Das Projekt soll rund 330.000 Schüler und 20.000 Lehrer in Nordirland per Internet zu virtuellen Klassen zu verbinden. Die E-Learning-Initiative "Classroom 2000" (C2K) sei auf zehn Jahre hin angelegt und werde die "Adaptive Infrastructure" von Hewlett-Packard nutzen, um über 1.200 Schulen miteinander zu verbinden.
Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer sollen aus der Hyperwave E-Learning Technologie im Klassenzimmer Nutzen ziehen: Schulen in ganz Nordirland werden künftig eng kooperieren, erfolgreiche Lehrmethoden austauschen und Lehrmaterial nutzen können. Besonders vorteilhaft soll dies für Schüler sein, die auf Grund besonderer Umstände oder Krankheit nicht am Unterricht teilnehmen können.
Grazer Niederlassung intensiv einbezogen
Als strategische Partner sitzen mit HP die auf E-Learning spezialisierte britische Internet-Technikfirma Amaze sowie der deutsch-österreichische Knowledge-Management-Spezialist Hyperwave im Konsortium. Amaze ist für das visuelle und funktionale Design zuständig, Hyperwave - , nach eigenen Angaben "führender Anbieter von kollaborativen Wissensmanagement und E-Learning Lösungen", steuert seine Integrationssoftware "eKnowledge Infrastructure" bei.
Laut Andreas Stangl von der Marketing-Abteilung von Hyperwave im bayrischen Dornach kommt dabei auf die Grazer Niederlassung die hauptsächliche Entwicklungsaufgabe zu: "Die Steirer werde sehr intensiv einbezogen". Dieses Projekt werde nicht "aus der Schachtel heraus" abgewickelt, Graz müsse für die Module und die Anbindung sorgen, so Stangl.
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