Montag, 31. März 2003

Rückstufung für Gericom

  • RCB stuft Gericom von "Übergewichten" auf "Neutral" zurück
  • Verschärfter Wettbewerb dürfte Margen nachhaltig belasten

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihre Anlageempfehlung für die Aktie der Linzer Notebook-Schmiede Gericom von "Übergewichten" auf "Kaufen" zurück genommen. Das Institut begründet die Rückstufung mit dem erwarteten nachhaltigen Margendruck angesichts des zunehmenden Wettbewerbs.

Bereits im zweiten Halbjahr 2002 habe die "Umsatzjagd" von Gericom zu einem Rückgang der operativen Marge von 4,9 Prozent im Jahr 2001 auf 4,4 Prozent geführt. Auf Grund des anhaltenden Konkurrenzdrucks im Notebook-Geschäft sei ein weiterer Rückgang der EBIT-Marge auf 4,0 Prozent zu erwarten.

Auf Basis eines Discounted-Cash-Flow-Modells errechnet die RCB für die Gericom-Aktie einen fairen Wert von 15,5 Euro. Zum Vergleich: Am Montag gegen 12:00 Uhr notierte das Papier an der Frankfurter Börse mit einem Minus von 0,94 Prozent bei 11,65 Euro.

Die Gewinnprognose der RCB für das Geschäftsjahr 2003 liegt bei 1,71 Euro je Aktie. Die Schätzung für die Folgejahre wird mit 1,88 Euro (2004) und 1,97 Euro (2005) je Anteilsschein beziffert.

Nicht in der Bewertung inkludiert sei die Erschließung neuer Märkte wie China oder die USA. Während Gericom in den Kernmärkten die Marktposition halten dürfte, erwartet die RCB vor allem vom Marktwachstum und der Expansion in Europa positive Impulse für den Notebookhersteller.

Weitere Informationen:

  • Gericom-Website

    31.3.2003 12:40