Nachfrage nach Chips stark gestiegen
- Weltweiter Umsatz im Februar um 18 Prozent über Vorjahr
- Aber 3,3 Prozent Minus zum Vormonat
·Zielsetzung
Adcon will heuer Umsatz verbessern
Der weltweite Umsatz an Computerchips ist im Februar im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Prozent auf 11,8 Mrd. US-Dollar (11 Mrd. Euro) gefallen. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat legten die Erlöse dagegen deutlich um 18 Prozent zu, teilte der Branchenverband der Halbleiterindustrie SIA (Semiconductor Industry Association) am Montag im US-amerikanischen San Jose mit.
"Die seit mehr als 15 Monaten laufende Wiederbelebung der Halbleiterbranche scheint im Februar zum Erliegen gekommen zu sein", sagte SIA-Präsident George Scalise. Dennoch erwarte der Verband eine wieder anziehende Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte und unter dem Strich ein zweistelliges Umsatzplus der Branche in 2003.
Wiederbelebung gestoppt
Gerade in Segmenten wie PCs und mobile Anwendungen, die in der jüngsten Vergangenheit für Wachstum gesorgt hätten, sei die Nachfrage zurückgegangen, hieß es. Im Februar hätten alle Märkte weltweit Umsatzeinbußen erlitten. Im Jahresvergleich dagegen legten vor allem die Chip-Verkäufe in Japan um 35 Prozent, in der Region Asien-Pazifik um 26 Prozent und in Europa um 17 Prozent zu.
In Amerika fielen die Verkäufe dagegen um 4,5 Prozent. Für das Minus sind nach Angaben der SIA die Auslagerung von Produktionsstätten und der verstärkte Bauteileeinkauf in Asien, vor allem in China, verantwortlich. Nach Schätzungen soll sich der Markt für die Produktion von elektronischen Bauteilen in China von 130 Mrd. US-Dollar in 2002 bis zum Jahr 2006 auf 252 Mrd. Dollar verdoppeln, der Verkauf von elektronischen Komponenten im gleichen Zeitraum von 35 auf 100 Mrd. Dollar sogar verdreifachen.
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