Montag, 31. März 2003

Solidaritäts-Mails für die Soldaten an der Front

  • Automatisierte E-Mails sollen Truppen unterstützen
  • Vorformulierte Texte - Kritik an Amerika ist verboten

Auf www.defendamerica.mil, einer Internet-Seite des US-Verteidigungsministeriums, findet sich die knappe, vorformulierte Grußbotschaft: "Lieber US-Soldat", heißt es da, "Danke für die Verteidigung unserer Freiheit." Darunter trägt man seine Absenderangaben ein und drückt den Send-Knopf. Schon mehr als acht Millionen Internet-Nutzer haben von dieser Möglichkeit bisher Gebrauch gemacht - und das Verteidigungsministerium ist nur einer von mehreren Anbietern der elektronischen Feldpost.

Einem unbekannten Frontsoldaten einen Brief zu schreiben ist eine Tradition, - aus Angst vor Milzbrand-Attacken werden gewöhnliche Briefe allerdings nicht mehr weitergeleitet. E-Mails hingegen sind sauber: kein Gift, keine Beschimpfungen, nichts Demoralisierendes.

Zwar erlauben manche Grußanbieter ihren Nutzern, selbst formulierte Texte an die Front zu schicken, aber auch hier gilt: Kritik an Amerika ist verboten. "Für so etwas gibt es andere Orte im Internet", heißt es etwa auf der Seite von anyservicemember.navy.mil.

Weitere Informationen:

  • Defend America-Website
  • Any Service Member-Website

    31.3.2003 13:47