Mittwoch, 2. April 2003

Eine Partei löst sich auf...

  • ... und Haider greift wieder an

Haupt kämpft wacker um die Regierung und das Überleben der FPÖ. Doch es drohen neue Niederlagen und ein FPÖ-Parteitag. Im News-Interview attackiert Haider Schüssel und glaubt: Der Kanzler plane schon im Herbst den Absprung zu den Grünen.

Jörg Haider sieht die Seinen in einer „tödlichen Umklammerung“, Herbert Haupt sieht sich um „Haus und Hof“ betrogen, Thomas Prinzhorn empfindet sich „am Höhepunkt der Niederlage“. Und sämtliche FP-Landeschefs hat ein tiefer Blues überfallen. Das gute alte Wienerlied „Oh, du lieber Augustin, alles ist hin“ scheint zur neuen Hymne der Freiheitlichen zu mutieren. Kein Wunder, denn die blaue „Pleiten, Pech und Pannen“-Serie nimmt offenbar überhaupt kein Ende mehr. FP-Chef Herbert Haupt steht das Wasser bis zum Hals.
Blaues Desaster. Satte zwölf Prozentpunkte haben die niederösterreichischen Blauen bei der Landtagswahl vergangenen Sonntag eingebüßt und zu allem Überdruss auch noch den Klubstatus verloren. Die FPÖ ist damit in Niederösterreich mit 4,5 Prozent wieder dort angelangt, wo sie in der Vor-Haider-Ära war, attestieren nicht nur der niederösterreichische FP-Vizechef Ewald Stadler und Haider selbst. Eine Niederlage, die in der FPÖ naturgemäß ein mittleres Erdbeben ausgelöst hat. Und Panik vor neuen Katastrophen: Am 25. September wird in Oberösterreich und Tirol gewählt.
Da hilft es auch nichts, dass sich die FP-Spitze in Wien als artiger Koalitionspartner der weiterhin siegesverwöhnten ÖVP gerieren will und VP-Kanzler Wolfgang Schüssel zwecks kultureller Weiterbildung am Tag nach dem Niederösterreich-Desaster in die Albertina folgte. Von einer „Regenerierung“ der FPÖ in der Regierung, wie sie der FP-Chef prognostiziert hatte, kann keine Rede sein.

Die ganze Story mit Haider Interview lesen Sie im aktuellen NEWS.

2.4.2003 16:48