Mittwoch, 2. April 2003

Die Tragödie des Peter Alexander

  • Der stille Abgang seiner Ehefrau Hilde

Hilde Alexander war guter Geist und Ehefrau des größten Entertainers deutscher Sprache. Peter und Hilde, das war eine Lebenseinheit. Jetzt hoffen Freunde, dass er auch ohne sie zurechtkommt.

Aufgegeben hat sie erst ganz am Schluss. Da bat sie die Ärzte, es genug sein zu lassen, und die wussten, dass es Zeit war, die Familie zu rufen. Das Herz begann den Dienst aufzukündigen. Die Nieren versagten. Der Mann und die Tochter waren bei ihr, als es zu Ende ging.
Am vergangenen Samstag kurz vor 19 Uhr ist Hilde Alexander gestorben, eine Frau wie keine andere. Rudolf Buchbinder, Konzertpianist und Freund von Weltklasse und letzter Vertrauter der Familie: „Die Hilde war bis zuletzt klar und hell im Kopf. Auch als es zu Ende ging. Ich weiß nur eines sicher – der Peter wird diesen Verlust nicht so schnell überwinden.“
500 Tage Martyrium. Ein Martyrium von 500 Tagen ging an diesem Samstag in der Wiener Privatklinik zu Ende. Von einem Oberschenkelhalsbruch vor eineinhalb Jahren – wir haben in der Vorwoche exklusiv berichtet – hatte sie sich nicht mehr erholt. Als man sie im Allgemeinen Krankenhaus so weit wiederhergestellt hatte, ging sie zur Rehabilitation in die Wiener Privatklinik. Dort blieb sie, bis es vorbei war. Ihre Welt trug fortan die Nummer 5.04 – ein Zimmer im fünften und obersten Stockwerk des Gebäudes Pelikangasse Nr. 15.
Der letzte Tag. Am vergangenen Freitag, als uns Dutzende Leser nach Hilde Alexanders Befinden fragten, wollten wir sie besuchen und bekamen die in eineinhalb Jahren eingespielte Routine der Abweisung und Vereinsamung zu sehen. Gleich beim Lift fragte die Krankenschwester, wohin man wolle. Nein, Frau Neumayer empfange niemanden.
Die ganze Story zur Tragödie finden Sie im aktuellen News.

2.4.2003 16:43