Mittwoch, 2. April 2003

NEWS: Haider bietet Irak-Politiker Asyl an

  • Haider: "Für einen Freund ist immer Platz"
  • Ambrozy-Kritik: "Sabri ist kein Freund Kärntens"

Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider lässt in einem NEWS-Interview zum Krieg im Irak mit einem Asyl-Angebot für den engsten Mitarbeiter von Saddam Hussein aufhorchen. Kärnten sei im Bedarfsfalle ein möglicher Zufluchtsort für Saddam Husseins Außenminister Naji Sabri, so der Kärntner Landeshauptmann in der akutellen Ausgabe. Heftige Kritik kommt von Kärntens SP-Chef Ambrozy: Sabri sei "ein unzumutbares Sicherheitsrisiko für Kärnten."

Haider wörtlich in NEWS: "Für einen Freund ist in meinem Haus immer Platz." Sollte Sabri nicht fliehen müssen, gibt ihm Haider eine große Zukunft. Für eine potenzielle Saddam-Nachfolge sei Sabri "eine der qualifiziertesten Persönlichkeiten".

Sympathien für Saddam
Im NEWS-Gespräch lässt Haider über seine Sympathien im Irak-Krieg keine Zweifel offen. Haider wörtlich in NEWS: "Ich persönlich muss es dem irakischen Volk gönnen, sich gegen diese Aggression zur Wehr zu setzen." Das Saddam-Regime sei zwar eine Diktatur, aber: "Vieles über ihn ist reine Propaganda."

Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

Ambrozy kritisiert Haiders Asyl-Angebot
Der Kärntner SPÖ-Vorsitzende LHStv. Peter Ambrozy hat Landeshauptmann Haider scharf kritisiert, weil dieser dem engsten Mitarbeiter von Saddam Hussein, dem irakischen Außenminister Naji Sabri, Asyl angeboten hat. Als höchster Repräsentant eines diktatorischen und menschenverachtenden Unrechtregimes sei Sabri in Kärnten eine unerwünschte Person: "Sabri ist weder ein Freund Kärntens noch der Kärntner Bevölkerung". Nicht zuletzt betrachtet Ambrozy Sabri als "unzumutbares Sicherheitsrisiko für Kärnten".

2.4.2003 12:18