"Watergate"-Affäre in Österreichs Baubranche
- Großrazzia mit 61 Hausdurchsuchungen
- 40 Verdächtige, 2 Personen in U-Haft

Österreich hat jetzt seine eigene "Watergate"-Affäre: Nach Angaben der burgenländischen Sicherheitsdirektion wird einem leitenden Mitarbeiter des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland zur Last gelegt, an widerrechtlichen Auftragsvergaben beteiligt und dabei vermutlich persönlich begünstigt gewesen zu sein.
Verdachtsmomente gegen einen leitenden Mitarbeiter des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland brachten die Korruptionsaffäre ins Rollen. Nach Angaben der burgenländischen Sicherheitsdirektion wird dem Mitarbeiter zur Last gelegt, an widerrechtlichen Auftragsvergaben beteiligt und dabei vermutlich persönlich begünstigt gewesen zu sein. Oberstleutnant Rainer Erhardt, Leiter der burgenländischen Kriminalabteilung, wollte diese Angaben der eigenen Sicherheitsdirektion "aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes" nicht bestätigen.
Im Zuge der von der Exekutive so genannten Aktion Watergate waren am Mittwoch unter Koordinierung durch das Bundeskriminalamt (BK) 125 Beamte bei 61 Hausdurchsuchungen im Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich, der Steiermark und Wien im Einsatz. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, gegen mehr als 40 Personen wird ermittelt. Insgesamt gibt es laut burgenländischer Sicherheitsdirektion vier Hauptverdächtige und 30 Fallkomplexe in Zusammenhang mit dem Skandal.
Die Verdachtsmomente betreffen Untreue, wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Vergabeverfahren, Geschenkannahme und Bestechungen. Dabei soll erheblicher Schaden, unter anderem zu Lasten der Öffentlichen Hand, entstanden sein.Gegen über 40 Personen wird ermittelt. Die Verdachtsmomente betreffen Untreue, wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Vergabeverfahren, Geschenkannahme und Bestechungen. Dutzende Firmen in mehreren österreichischen Bundesländern sollen in den Korruptionsskandal verwickelt sein.
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