Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt im März
- "Nur" noch 4,6 Millionen ohne Job - 11,1 statt 11,3 Prozent
- Anstieg der Arbeitslosigkeit hat sich im März verlangsamt
·Arbeitsmarkt
Österreich: Im März 7,4% Arbeitslose
·Österreich
Arbeitslosequoten: März 1994-2003
·Arbeitslosigkeit
ÖGB macht Regie- rung verantwortlich
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im März leicht gesunken. Insgesamt waren zum Ende des vergangenen Monats 4,608 Millionen Menschen ohne Job und damit knapp 100.000 weniger als noch im Februar, teilte die Bundesanstalt für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl allerdings um 452.000.
Die Arbeitslosenquote lag bei 11,1 Prozent, nach 11,3 Prozent vor einem Monat und zehn Prozent vor einem Jahr. Der Chef der Bundesanstalt, Florian Gerster, führte den Rückgang zum Februar auf saisonbedingte Gründe zurück.
Saisonbereinigt habe sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit mit einer Zunahme um 52.000 Erwerbslose auf 4,414 Millionen aber fortgesetzt, hieß es vorab aus Kreisen der Bundesanstalt. Diese sehe angesichts einer ökonomischen Stagnation und des Irak-Kriegs keine Besserung am Arbeitsmarkt. Analysten sagten in ersten Kommentaren, der Arbeitsmarkt habe sich schlechter entwickelt als erwartet.
Höchster März-Stand seit Rot-Grün
Trotz Abnahme handelt es sich bei den jüngsten Zahlen um die höchste Zahl von Arbeitslosen in einem März seit Amtsantritt der rot-grünen Bundesregierung.
Wie Gerster sagte, ist angesichts der ökonomischen Stagnation und des Irak-Kriegs keine Besserung in Sicht. Es sei jetzt "um so wichtiger", dass die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angekündigten Reformen auch umgesetzt werden, erklärte der Chef der Bundesanstalt.
In den alten Ländern sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Februar um 71.000 auf 2,88 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr waren allerdings 197.300 Menschen im Westen mehr ohne Job. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,8 Prozent, nach 9,0 Prozent im Februar und 8,0 Prozent im März vor einem Jahr.
Im Osten waren Ende vergangenen Monats 1,728 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren 28.000 weniger als im Februar, aber 255.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg im Osten binnen einen Jahres um 0,8 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent. Vor einem Monat hatte sie bei 19,9 Prozent gelegen.
Saisonbereinigt und damit ohne den Einfluss der im Vergleich zum Februar deutlich milderen Witterung stieg die Arbeitslosigkeit im März um 52.000. Von diesem Anstieg entfiel 41.000 auf den Westen, 11.000 auf den Osten. Die Zahl der Erwerbstätigen verringerte sich nach den jüngsten vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamts im Jänner um 844.000 auf 37,9 Millionen. Damit lag die Beschäftigung um 455.000 unter dem Vorjahresniveau. Saisonbereinigt nahm die Beschäftigung gegenüber Dezember um 55.000 ab.
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