Mittwoch, 2. April 2003

Lob trotz Niederlage für U21-Team

  • Ruttensteiner nach 1:3 gegen Tschechien zufrieden

Tschechiens U21-Fußball-Auswahl ist derzeit das Maß aller Dinge. Die Tschechen sind aktueller Europameister, führen die EM-Qualifikationsgruppe drei souverän an und haben zuletzt sogar die Alterskollegen aus den Niederlanden mit 3:0 vom Platz geschossen. Am Dienstag mussten sie aber bis zur letzten Minute kämpfen, um im vierten Spiel den vierten Sieg zu fixieren. Österreichs U21-Nationalteam gab sich vor 4.000 Zuschauern in Liberec erst durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 1:3 (1:2) geschlagen und holte sich trotz der Niederlage viel Lob.

"Wir haben ein tolles Spiel gespielt, waren frech, vor allem offensiv bin ich zufrieden. Wir haben sie mehr gefordert als die Niederländer", konstatierte Nachwuchs-Teamchef Willi Ruttensteiner trotz der ersten Niederlage seines Teams zufrieden. Noch dazu, da mit den ins A-Team aufgerückten Pogatetz, Ivanschitz und Linz sowie mit Pircher, der nach seinem Wechsel von Bregenz zur Austria meist nur Tribünengast ist, vier Leistungsträger nicht zur Verfügung standen. "Stellt man sich diese Mannschaft komplett vor, brauchen wir uns nicht zu verstecken", freute sich Ruttensteiner. "Diese Mannschaft hat Zukunft, ist noch jung. Viele können noch weiter in der U21 spielen."

Neben Kampf- und Laufbereitschaft der ganzen Mannschaft konnten vor allem Horvath, Sturm oder Kienast auch Akzente im Spiel nach vorne setzen. Der erst 18-jährige Rapidler Kienast, der zuletzt auch in der Meisterschaft für Schlagzeilen gesorgt hat, trug sich in seinem ersten U21-Spiel auch gleich in die Torschützenliste ein, als er in der 11. Minute die Führung durch den überragenden Mario Licka (7.) ausglich. Straßburg-Legionär Kobylik (32.) und Slepicka (91.) sorgten aber noch für den verdienten Sieg der Tschechen. "Von der Qualität her waren sie in jeder Hälfte um ein Tor besser", gestand auch Ruttensteiner die Überlegenheit der Gastgeber ein.

2.4.2003 10:21