Tschechen gegen Österreich voll auf Sieg eingestellt
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Die Tschechen waren mit den Niederländern die prominentesten Zuschauer bei der WM 2002. Seit der verpassten Qualifikation in der Relegation gegen Belgien haben Nedved, Rosicky, Koller und Co. aber wieder zu einstiger Stärke gefunden. Zwölf Spiele ist die tschechische Fußball-Nationalmannschaft schon ungeschlagen, am Mittwoch (20:30 LIVE AUF NEWS NETWORLD) soll's im EM-Qualifikationsspiel in Prag gegen Österreich dreizehn schlagen. Mehr noch, für Tschechien zählt nur ein Sieg. "Wenn wir nicht gewinnen, dann hat das Remis gegen die Niederlande den Wert verloren", erklärte Spielmacher Tomas Rosicky.
Nach einem freien Tag versammelte Teamchef Karel Brückner die Mannschaft am Montag zum Training. Die Stars traten mit Selbstvertrauen und der Vorfreude auf das Österreich-Spiel an. Doch nicht zuletzt seit den Sensationen durch Albanien (3:1 gegen Russland) und Litauen (1:1 in Nürnberg gegen Deutschland) sind die Tschechen vorgewarnt. Sie geben sich vorsichtig. "Österreich baut die Mannschaft um und wird als Außenseiter gehandelt. Aber es kann auch anders kommen. Es ist schwieriger, gegen wenig bekannte Spieler zu spielen als gegen die Holländer, die kannten wir sehr gut. Außenseiter können immer überraschen", sagte Verteidiger Zdenek Grygera.
Statistik schlecht für Ö
Die Statistik spricht vor dem erstmaligen Antreten Österreichs auswärts gegen Tschechien klar für die Gastgeber. Seit dem 14. November 2001 (0:1 in Prag in der WM-Barrage gegen Belgien) sind die Tschechen ungeschlagen, die bisher letzte Niederlage im Rahmen der EM-Qualifikation datiert aus dem Jahr 1995. In den insgesamt 36 Partien gegen die ehemalige Tschechoslowakei glückte der ÖFB-Auswahl nur ein Auswärtssieg - 1926 in Prag.
Nicht nur aus diesen Gründen stellt sich die Mannschaft aus dem Land des Vize-Europameisters 1996 auf einen defensiv ausgerichteten Gegner ein. Die Abwehrmauer zu überwinden "wird nicht leicht. Wir müssen auf ihre Konter aufpassen. Schlüsselspieler ist jedenfalls Andreas Herzog", meinte HSV-Verteidiger Tomas Ujfalusi. Gleicher Ansicht ist der tschechische Teamchef Karel Brückner. "Wir wollen ihre Abwehr-Festung erobern, dafür müssen wir uns vorbereiten. Bestimmt werden wir unseren Spiel-Stil nicht ändern, das ist auch nicht möglich."
Brückner ließ am Montag intensiv Eckbälle und Freistöße üben. "Standardsituationen könnten das Spiel entscheiden. Österreich hat eine gute Verteidigung", betonte er. Otto Rehhagel, deutscher Trainer der griechischen Nationalmannschaft, die am Mittwoch in Graz gegen Österreich ein 2:2 erreichte, könnte ihm da aber wohl eine andere Geschichte erzählen.
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